Segelfenster oder nicht?

Wie sehr ihr das? Segelfenster gab es in den Zeiten der Holzpiraten mit Baumwollsegel ja nicht. Heute segeln wir alle selbstverständlich Dacron Tücher. Ob man sich nun Fenster reinnähen lässt oder nicht ist also Geschmacksache. Man hat dann eine bessere Rundumsicht, ist aber weiter weg vom Original damals.

Eure Meinung interessiert mich. Hinterlasst einen Kommentar.

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[Update 15.8.2014 – Piratensegel in Piratensegelfenster]

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9 Gedanken zu „Segelfenster oder nicht?

  1. moin moin, in dieser Frage würde ich immer für ein Fenster plädieren. wenn ich ganz allein auf dem Teich bin, mag es ja egal sein. aber zum Glück sind stets andere Fahrzeuge auf dem Wasser und mitunter sind diese dann so „plötzlich“ da … .
    also Sicherheit vor Schönheit.
    ciao

  2. Ich fahre Baumwolle, dabei habe ich gelernt dass nichts plötzlich einfach so da ist. Gezwungenermaßen beobachtet man da seine Umgebung intensiver.
    Auf der Regatta würd ich die Fenster als Vorteil sehen, da wird es schnell mal eng und es ist ein taktischer Vorteil die anderen und deren Bewegung stets im Blick zu haben.

  3. Seit 40 Jahren segele ich ohne Fenster. Und als ich bei einer Regatta mal mit Fenster fuhr, weil ich dachte, dass ich eine bessere Übersicht hätte, habe ich gleich ein Boot übersehen und Mitschiffs gerammt. Wenn Fenster, dann mit reichlich Übung – siehe Kollision. Beim Freizeitsegeln brauche ich wirklich kein Fenster.

  4. Ich hatte noch nie Fenster in der Fock. Und wenn ich das gepostete Foto anschaue, kann ich mir auch nicht vorstellen, daß so ein Fenster recht effektiv ist – mehr als Schemen kann man ja doch nicht erkennen. Ich mache ständig „Inventur“ und habe ein gewisses Bild im Kopf, wer sich im „Voraus“ – Sektor bewegt (stimme Thomas zu – nix is einfach so da). Und sollte ich unsicher sein, wird halt schnell mal Ruder gelegt. Daher halte ich Fenster für entbehrlich.

  5. „Segelfenster gab es in den Zeiten der Holzpiraten mit Baumwollsegel ja nicht.“ – Richtig, aber Dacronsegel gibt’s seit Ende der 1950, Anfang der 1960er Jahre (wenn auch am Anfang ohne Fenster), also seit den Segelnummern um ca. 2000 (West). – Der Begriff „Holzpirat“ deckt die Boote bis Ende etwa der 1970er Jahre (von ein paar späteren Einzelbauten abgesehen) ab, in der Zeit wurden auch neu schon Alumasten und Segel mit Fenstern genutzt. Und gerade Segel sind Verbrauchsartikel, die haben sich die Altvorderen auch nach jeweils aktuellem Stand der Technik gekauft.

    P.S.: Geholfen hat mir das Fenster in der Fock eigentlich auch nie was;-)

  6. Glaubensstreit! Betrachte auch einen Holzpiraten als Sportgerät,so dass mir die Frage nach einem Fensters im Vorsegel im Hinblick auf (historische) Authentizität mehr akademischer Natur erscheint. Allerdings einen echten Vorteil kann ich
    nicht erkennen, da das Vorsegel sowieso schon recht klein ist und somit eine nur geringe Sichtbeeinträchtigung (für den Vorschoter) darstellt.

  7. ich habe ein satz segel mit fenster und einen satz ohne.komme mit beiden gut aus.das fenster gibt mir allerdings etwas mehr übersicht.

  8. Hallo!.Seit 1953 segle ich. Entweder Pirat oder 15er Jollenkreuzer. Auf dem Steinhuder Meer, Eutiner See oder Kellersee. Mit oder ohne Fenster im Segel. Mit Fenster im Segel fühle ich mich sicherer. Man hat hat eine bessere Übersicht im Umfeld und ist vor Überraschungen doch wesentlich besser geschützt. In den 50er Jahren war auf den Seen doch erheblich weniger los und da brauchte man noch nicht so sehr aufzupassen. Heute ist es auf dem Wasser doch wesentlich enger und da sollte man auf die Vorteile eines Fensters doch nicht verzichten.

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