Fricke Bootsbau –  moderne Stilelemente

Hier möchte ich euch ein paar Details bei diesem Holzpiraten von Fricke zeigen. Es muss wohl ein Kennzeichen dieser Bootswerft sein, die ihre Boote an der Süllkante mit einem Plastikaufsatz verziert hat – eine Modeerscheinung der 60er? Wahrscheinlich, ich glaube nicht das Fricke alle seine Holzpiraten so ausgestattet hat. Der Wellenbrecher ist hiervon ausgenommen.

Der Einsatz von Plastik ist auch an der Scheuerleiste wieder zu finden, als Inlay für eine Bohrung, die die Befestigung der Persenning gewährleistet. Das schützt das Holz.

Ein weiteres Merkmal dieses Fricke Baus ist die obere Kante der Spanten unter der Scheuerleiste. Die A&R Werft ist ja bekannt für ihre Nut, die goldene Göhl. Hier sehen wir einfach einen Absatz als individuelles Stilelement der Fricke Werft.

Hast du auch einen Holzpiraten von Fricke und kannst diese Details bestätigen? Schreibe einen Kommentar oder schicke mir eine Mail, gerne mit Fotos.

[update 9.4.2017]

Dieter Köpke hat auch einen Holzpiraten von Fricke und hat mir in Ergänzung auch Bilder zugesendet. Interessant ist seine Nut. Diese fällt anders aus als oben, ich nehme an er hat die übliche Nut von Fricke und oben sieht man eine Ausnahme. Weiter unten hatte er auch die Plastikverkleidung, welche er auch entfernt hat.

Vielen Dank, Dieter!

7 Gedanken zu „Fricke Bootsbau –  moderne Stilelemente

  1. Hallo! Auch beinem Fricke-Piraten, Segel Nr.: 2772 Baujahr 1967 hatte ich diese Plastikkante. Ich habe sie schnellstens entfernt. Die Nut habe ich mit angedicktem Epoxy und einer sehr dünnen Holzleiste geschlossen, abgeschliffen und lakiert. Es sieht jetzt wesentlich besser aus und auch nicht so billig. Wie kann man soetwas auch einbauen?! Unter der Scheuerleiste war auch so ein Farbstreifen in blau. Ist jetzt auch“ Geschichte“. Die Nut war gelb und ist geblieben.

  2. Moin, ich hatte keinen, aber bei uns im Hafen lagen ein paar herum, ältere und neuere, 24er und 31er Segelnummern. Die farbige Lackierung zwischen Scheuerleiste und Göhl war ein universelles Stilmerkmal. Damit konnte man auch die Boote aus der Ferne von A&R unterscheiden (da lag die Göhl innerhalb des farbigen Zierstreifens).
    An die Plastikkante kann ich mich nicht erinnern. Ich kann aber auch nicht mit Sicherheit sagen, dass die mir bekannten Fricke-Bauten dies nicht hatten. Könnte evtl. als „Abriebschutz“ gedacht (oder nachgerüstet) sein, damit man beim Ausreiten und Rumrutschen nicht den Lack abschubbert. Andere Leute haben ja teilweise auch Messing- o.ä. Schienen als Schutz aufgebracht.

  3. Ja!!!! Auch mein Pirat von Fricke Baujahr 1965 weißt diese hässliche Plastikleiste auf….😏. Schrecklich an zu sehen. Darum habe ich wie Dieter die Leiste herausgezogen und die Nut mit Epoxy und Schleifstaup verschlossen. Das Ganze geschliffen und geölt. Der blaue Farbstreifen ist ab und glänzt jetzt in warmen Mahagoni. Die Nut leuchtet jetzt in Brillanten Weiß wie das Unterwasserschiff.

  4. Hallo zusammen , auch mein Pirat von Fricke ,Bj 1963 hatte diese häßlichen Merkmale. Bei der derzeitigen Restauration sind sie nicht wieder aufgearbeitet worden..schöne Saison und immer eine handbreit Wasser in Kiel

    Michael

  5. Hallo zusammen,
    na diese Plastikleiste wurde doch öfters verbaut wie ich den Kommentaren oben entnehmen kann. Es wäre interessant zu wissen, ab welchem Jahr das bei Fricke auftauchte bzw. „schick“ war zu verbauen.

    Handbreit,
    Malte

  6. Moin Moin,
    schön ist wirklich anders, da schließe ich mich euch an. Auch der Pirat von Fricke meiner Eltern, Bj. 1963, hatte diese hässliche Kante vor der Restauration. Der Unterschied nachher war bemerklich – man büßt wirklich eine gewisse Hochwertigkeit ein. Zum Glück lässt sie sich mit etwas Geschick und Zeit entfernen.
    Wünsche eine angenehme Saison 2017,

    Thomas

  7. Moin zusammen,
    Dieter Köbke war so nett noch ein paar Bilder von seinem Fricke Holzpiraten beizusteuern. Vielen Dank, Dieter!

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