Rückblick: 75 Jahre Pirat Segeljolle

Mensch, wie die Zeit vergeht! Bevor der Pirat bald 80 Jahre alt wird, möchte ich zurückschauen auf 2013, als in Berlin am Tegeler See das 75.Jubiläum gefeiert wurde. Es war eine großartige Veranstaltung. Aus vielen Nationen nahmen über 140 Piraten teil, ein sehr großes Feld für Piraten – sensationell! Ganze 13 Boote davon waren Holzpiraten, von denen wiederum ein Großteil die regelmäßigen Teilnehmer des Holzpiratenfestival stellten.

Am Wochenende stolperte ich zufällig über diesen Schlüsselanhänger, den ich mir als Erinnerung vor Ort damals erstellen ließ.

Ein sehr schönes Stück – zu schön zum Benutzen, da sich die feinen, mit Laser eingebrannten, Gravuren im Alltag schnell abnutzen würden. Egal, im Schrank liegend hat man auch nichts davon und daher nehme ich meinen Fund zum Anlaß :

a) diesen nun täglich zu verwenden und
b) eine gesonderte „75 Jahre Pirat“ Seite hier zu erstellen.

Auf dieser Seite fasse ich also endlich alle hier schon vertreut veröffentlichten Einzelbeiträge inklusive des Videos von mir zusammen an eine leicht auffindbare Stelle. Viel Spaß.

Dritter Holzpirat im Museum

Gute Nachricht! Es gibt einen weiteren Holzpiraten im Museum 🙂

Nach all den traurigen Schicksalen hier ist es mir eine große Freude wieder ein Exemplar der alten Pirat Segeljolle wohlbehalten in einem Museum zu finden. Zufällig fand ich das heraus und schrieb das Musuem an. Der Museumsleiter Martin Stockholm vom Danmarks Museum for Lystsejlads in Svendborg war so freundlich mir diese Fotos zu senden. Vielen Dank, Martin!

Wer also von euch mal Urlaub auf Fünen in Dänemark macht, schaut doch mal dort vorbei, es gibt dort noch zahlreiche weitere schöne Segelboote zu bestaunen.

 

Fricke Bootsbau –  moderne Stilelemente

Hier möchte ich euch ein paar Details bei diesem Holzpiraten von Fricke zeigen. Es muss wohl ein Kennzeichen dieser Bootswerft sein, die ihre Boote an der Süllkante mit einem Plastikaufsatz verziert hat – eine Modeerscheinung der 60er? Wahrscheinlich, ich glaube nicht das Fricke alle seine Holzpiraten so ausgestattet hat. Der Wellenbrecher ist hiervon ausgenommen.

Der Einsatz von Plastik ist auch an der Scheuerleiste wieder zu finden, als Inlay für eine Bohrung, die die Befestigung der Persenning gewährleistet. Das schützt das Holz.

Ein weiteres Merkmal dieses Fricke Baus ist die obere Kante der Spanten unter der Scheuerleiste. Die A&R Werft ist ja bekannt für ihre Nut, die goldene Göhl. Hier sehen wir einfach einen Absatz als individuelles Stilelement der Fricke Werft.

Hast du auch einen Holzpiraten von Fricke und kannst diese Details bestätigen? Schreibe einen Kommentar oder schicke mir eine Mail, gerne mit Fotos.

[update 9.4.2017]

Dieter Köpke hat auch einen Holzpiraten von Fricke und hat mir in Ergänzung auch Bilder zugesendet. Interessant ist seine Nut. Diese fällt anders aus als oben, ich nehme an er hat die übliche Nut von Fricke und oben sieht man eine Ausnahme. Weiter unten hatte er auch die Plastikverkleidung, welche er auch entfernt hat.

Vielen Dank, Dieter!

Bitte nicht berühren – Museumsstück

„Papa da steht unser Bott…“, so kamen die kleinen Jungs ganz aufgeregt angerannt zu Carsten und Doro, als sie das neueröffnete Schifffahrtmuseum in Kiel besuchten.

Vielen Dank euch beiden für diese Einsendung!

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Auf dem Aufsteller am Boden steht:

Pirat G627
Eiche
1952 Inventarnummer 167/1983

Die 1952 bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder gebaute Jolle genügte in den 1980er Jahren den Anforderungen an erfolgreiches Regatta-Segeln nicht mehr und wurde 1983 dem Museum geschenkt.

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Das ist nun schon der zweite Holzpirat den ich als Museumsstück kenne. Der andere steht in Berlin (siehe hier).

Für Ranglistenregatten taugt ein Pirat aus Holz heutzutage nicht besonders, aber viel Spaß kann man dennoch auf der Klassikerregatta des alljährlichen Holzpiratenfestivals haben. 1983 war die Renaissance der Holzjollen und -yachten von heute jedenfalls nicht absehbar.

Ich bin glücklich und froh „mein Museumsstück“ noch durch die Wellen zu steuern und schöne Segeltouren zu unternehmen. Ich freue mich besonders, dass ich mit dieser Homepage schon viele andere Segler ermutigen konnte es auch zu tun 🙂

Handbreit euch allen!
Euer Malte

Endstation Kap Arkona – ein Holzpirat verrottet

Mich erreichte diese traurige Zusendung einer alten Pirat Segeljolle im miserablen Zustand. Der Witterung schutzlos ausgesetzt fristet dieser Holzpirat sein Dasein vor einem Künstlerladen auf Kap Arkona an der Ostsee. 


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Bemitleidenswert und wieder ein weiteres Beispiel für meine Sammlung der Bilder des Schreckens.

Mein Dank für diese Zusendung geht an Hendrik, der das auch auf seinem Blog hier hat.