Teil 8 – die Jungfernfahrt

COPYRIGHT: ROLF BERTSCHINGER (MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG FÜR WWW.HOLZPIRAT.ORG)

Der letzte entscheidende Schritt – Der Messbrief

Der Tag der Wahrheit kam, als die beiden offiziellen Vermesser das Boot unter die Lupe nahmen. Obwohl ich sicher war alle Toleranzen eingehalten zu haben, war ich dennoch froh und erleichtert, als mir nach vierstündiger Vermessung der offizielle  Messbrief, der die Übereinstimmung mit den Klassenvorschriften bestätigte, ausgehändigt wurde.
Eine Frage, die mich während der ganzen Bauzeit beschäftigte, war das Endgewicht meines Piraten. Um bei Regatten mit den modernen GFK-Konstruktionen mithalten zu können, sollte das Boot möglichst nahe am minimalen Vermessungsgewicht von 170 Kg. sein. Mit seinen 170,5 Kg. wurde auch diese Vorgabe zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Die Jungfernfahrt

Der fertige Pirat bei der Jungfernfahrt auf dem Luganersee am 24.4.2012.

Pirat-SUI534-Neubau-Jungfernfahrt

Regattaaktivitäten

Wie sich in der zweiten Segelsaison gezeigt hat, ist die „Shukra“ auf nationaler Ebene vorne mit dabei. Mit einem 1., 2. und 3. Rang hat sie sich gegen die Konkurrenz bis jetzt gut geschlagen.

Ausbaudetails

Einige Details der „Shukra“ z.B., die in der Bilge eingebaute Lenzpumpe, die man an den blauen Griffen beidseitig bedienen kann und die Schotenführung.

Pirat-SUI534-Neubau-Trimm

Hat Dir der Baubericht von Rolf gefallen? Er freut sich über jeden Kommentar unten ! 🙂

2Leerzeilen

Anhang zum Baubericht (modifizierte Baupläne)

Dies sind modifizierte Baupläne von Rolf Bertschinger für seinen Neubau. Er hat die Pläne neu angeordnet und um einige Maße ergänzt (Angaben ohne Gewähr). Basis sind diese Baupläne der Klassenvereinigung.

–> je Bild ein PDF zum Runterladen

Bauplan-Pirat-SUI 534-Draufsicht Deck A3-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Kielstapelung A3-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Schmiege-Winkel-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Spant 0,1,2,3,4-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Spant 5,6,7,8-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Spant 9,10,11

Bauplan-Pirat-SUI 534-Seitenriss A3-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Schwert-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Senkruder-thumb

Bauplan-Pirat-SUI 534-Steuerruder

Hinweis:
Du hast Fragen zum Neubau? Stelle diese hier, Rolf antwortet dir.

Dir hat der Baubericht gut gefallen? Teile uns das mit in einem Kommentar ! 🙂

 

7 Gedanken zu „Teil 8 – die Jungfernfahrt

  1. Hallo Rolf,
    suchte eigentlich nur eine Bauanleitung für ein Beiboot, gerne aus Holz (mein kleines Zodiac wurde mir incl. 5 PS Motor aus dem Winterlager in Dänemark geklaut).
    Ich bin dabei auf Deine Bauanleitung / Beschreibung gestoßen. Diese Beschreibung hat mich viele Stunden gekostet und wird mich auch noch viele Stunden kosten. Habe gestern bis spät in die Nach das ganze nur mal überflogen. Hatte bisher noch nie so eine detailgetreue Beschreibung gefunden. Ich werde versuchen einige Deiner Ideen und Bauweisen bei meinem noch zu bauenden Beiboot für meinen Segler (alter Stahl 2-Master) mit einzubinden.
    An die Optik und Qualität heranzukommen ist ein unmögliches Unterfangen.Bei meinem Dinghy in der Stitch and Glue Methode kann es nur beim Versuch bleiben.
    Ich hatte schon einmal ein kleines Badeboot für meine Enkel in dieser Methode gebaut, war aber einfach nur ein Schnellschuss mit einem Gewicht von >20 kg. Arbeitszeit war auch nur 1/2 Tag Materialbeschaffung, Zuschnitt, Bohren/Nähen(mit Plastikbinder aus dem Lidl-Angebot) und Kleben(eigenes Epoxidharz 45 Minuten Topfzeit mit Baumwollkurzfaser). Dann noch, da ja nur 4 mm billigstes Sperrholz verwendet wurde 1 Tag für die Beschichtung mit 160 g/m² Glasgewebe und 3 Tage für Schleifen und Lackieren. Hält mich mit über 90 kg aus, Auftrieb größer 250 kg. Bauplan keiner, demzufolge auch keine Planung. Strakleiste auf die Bodenplatte und dann los. Sollte auch nur auf einem Weiher funktionieren. Kosten nur eine Sperrholzplatte und eigenes Material (Harz und Lackreste aus der Abfüllung).
    Da meine 2-K-PU-Lacke Lösemittel enthalten setzen wir nur noch Lammfellrolle mit der Florhöhe von 4 mm für Lacke ein. die Lösemittel stinken zwar, aber sind nach unserer Ansicht die besten. Schaumstoffrollen hatten wir ganz aus dem Programm genommen. Funktionieren zwar bei Epoxydharz aber im Schaumstoff sammelt sich Luft und geht in die Beschichtung rein. Erfolg sind dann kleine Krater. Lösemittelbeständige Lammfellrollen mit 14 mm Flor für Harzauftrag zum Laminieren und Kleben.
    Wenn Du ein neues Projekt vorhast frage mich doch einfach mal nach dem aktuellen Preis für ein klares EP-Harz (kleine Werften sind bei uns Kunde und voll zufrieden) und sonstige Materialien. Wir liefern zwar auch in die Schweiz aber der Aufwand mit Zollerklärung ist ein Wahnsinn. Habe einige Schweizer und auch Österreicher kennengelernt, die hatten eine Lieferanschrift in Deutschland direkt an der Grenze.
    Für den Betrag hättest Du bei mir 45 kg (Harz und Härter) mit 60 Minuten Topfzeit bekommen. Hat zwar nicht den Aufkleber SP aber es kommt nach meiner ansicht auf die EIgenschaften und nicht den Namen an. Bei Lack liegen wir bei ca. 32 € für 1,2 kg und für das Unterwasserschiff ca. 5 € mehr.
    Da ich Chemie (Harze und Lacke) sowie Glas etc. verkaufe werde ich meinen Bootskunden den Link geben.
    Ich liebe Holz und verkaufe Plastik.
    Danke nochmals für diese Topanleitung, die ich wahrscheinlich noch mehrfach lesen werde. Wollte eigentlich nur die Bwertung abgeben, aber irgendwie fängt man dann an von sich selber zu erzählen. Sorry.
    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Wilfried Theiß
    Unsere Website [## Entfernt von Admin ## Spam Verdacht ##] wurde wegen Angriffen/Manipulation erstmal gestoppt.

  2. Lieber Rolf,

    absolut beeindruckend. Herrzlichen Dank fürs Teilen und Miterleben lassen – gerade für so einen Büromenschen wie mich ein tolles Highlight auf dem Bildschirm. Aktuell habe ich weder Zeit noch Wasser in der Nähe, aber das kann ja kommen. Und dann werde ich schauen, dass ich auf Deinen tollen Bericht zurückgreife. Als Alternative zu einem Piraten (wenn ich mal eine Scheune und viel Zeit habe) wäre eine BM-Jolle. Hattest Du überlegt, ein offenes Kielboot zu bauen oder siehst Du dort Hürden, die noch gewaltiger sind als allein die bei einer klassischen Jolle?

    Herzlichen Gruß aus dem Raum Stuttgart in die Schweiz
    Marcus

  3. Hallo Holzpirat Rolf

    ich habe ein Pirat von 1957
    du hast einen super Piraten gebaut,ich habe viele Sachen in
    meiner Pirat übernommen dafür danke ich dir.
    Ich bin immer noch am umbauen meiner ( circe Pirat )

    Gruß aus Düsseldorf
    K-H.Hannemann

    Ps: immer eine Hand voll Wasser unterm Kiel
    Wenn du mal auf der Boot in Düsseldorf bist, würde ich dich
    gerne Kennenlernen .

  4. Eine supertolle Inszenierung in diesem Zeitalter der E-Technik und digitalen Welt ! Etwas meisterlich Handwerkliches: Ganz in meinem Interesse als Piratsegler am Dümmersee mit einem hübschen Mahagoni-Pirat G 1869 (wunderschöne Decksmaserung) zuerst. Dann war das Holz nicht leicht genug und es mußte ein Gabun-Pirat G 2724 her, mit dem die Regatten erfolgreicher waren. Meine Beurteilung: AUSGEZEICHNET – BEISPIELGEBEND – ANSPORN in Bootsvereinen mit den tollen Bau-Plänen in der Jugend Nachbauten zu erleben.
    GRATULATION Ulli Co.

  5. Hallo Rolf,
    herzlichen Glückwunsch zu dem Boot und vielen Dank für den ausführlichen Bericht vom Bootsbau. An dem Pirat ist alles perfekt geplant und ausgeführt. Sehr schön!
    Viele Grüße Matthias aus Jena

  6. Hallo Rolf,

    Hut ab , so einen schönen PIRAT habe ich noch nie in Natura gesehen.
    Großes Kompliment für die ausgezeichnete Handwerksarbeit
    aber auch für die ausführliche Dokumentation.
    Viel Spaß mit diesem Prachtstück und gute Reise
    wünscht
    Frank aus dem Westerwald

  7. Hallo Rolf, da hast du etwas wirklich SCHÖNES geschaffen.
    Ich hoffe, du kannst es noch lange genießen.
    Mast- und Schrotbruch! – und immer eine Handbreit Bier, alternativ drei Fingerbreit Rotwein im Glas
    Wolfgang aus Kiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.