Alle Jahre wieder – Hauptuntersuchung

Ihr kennt es, alle 2 Jahre geht es zu Untersuchung mit dem Gespann. Viel Technik ist ja nicht dran die kaputt gehen kann (keine Bremsen, alles ist einfach verbaut), darum ist es meistens ein leichter Weg. Mein Rücklicht hatte ich ja schon vorab mal selber repariert wie hier zu sehen, und nur einmal vor ein paar Jahren wurde bei mir mal ein Radlager bemängelt. Nach dem Austausch war es so leise während der Fahrt, so dass ich denke, dass schon ab Werk ein mangelhaftes Lager verbaut war. Ich kannte meinen Trailer gar nicht ohne ein leichtes Surren bei der Fahrt 🙁

Nun war es also mal wieder soweit. Alles ging gut. Diesmal wurde das Lagerspiel einfach so geprüft und nicht die Achse aufgebockt in der Luft – man war zufrieden.

Ich hoffe bei euren Anhängern geht auch alles gut.

Holzsegeljolle abdichten mit Ettan

Matthias U. hat sich bei mir gemeldet. Er bereitet seinen Holzpiraten gerade für die 2019er Segelsaison vor. Vielen Dank für die Fotos, Matthias!

Hallo Malte,
mein Boot war letztes Jahr nur zum Holzpiratenfestival im Wasser und hat im letzten heißen Sommer in einer Halle gestanden. So haben sich doch einige Fugen zwischen den Planken gebildet. Meine Plankenstöße sind mit einem dauerleastischen MS-Polymer Kleber gedichtet. Der reisst aber, wenn die Planken zu sehr schrumpfen, wie man unten auf den zweiten Foto sieht.

Ich habe das Boot zum Abdichten nicht gedreht, nur höher aufgebockt. Man kann mit Ettan gut über Kopf arbeiten, es tropft nicht und man arbeitet im Liegen und nicht gebückt 😉

Benötigtes Werkzeug: Ettan, Heißluftpistole, Spachtel wie auf dem Foto, Spiritus

Zum Spachtel: den habe ich in Lima in einem Bastelbedarfsladen (Malerei etc.) gefunden, gibt es bestimmt auch hier in Deutschland. Er muss dünn und elastisch sein.

Arbeitsablauf:
Ich nehme etwas Ettan auf den Spachtel, mache das Ettan mit der Heissluftpistole auf der Spachtelspitze kurz warm und drücke es in den Spalt. Das Ettan was auf den Planken landet, nehme ich mit dem Spachtel wieder auf, mache es wieder kurz warm und drücke es fortlaufend in den Spalt. Geht ganz gut, wenn man in der linken Hand die Heißluftpistole und rechts den Spachtel hat. Später die Reste mit Spiritus wegwischen.

Lack Unverträglichkeit

Jetzt ist wieder die Zeit gekommen die Jollen zu lackieren. Der Start in die Segelsaison steht kurz bevor. Ich hoffe alles läuft glatt und nichts schief wie in diesem Fall hier leider.

Als ich das sah, tat mir das schon weh ums Herz. Es ist äußerst ärgerlich, wenn man auf einen alten Lack mit einem neuen Lack nachstreicht und feststellen muss, dass beide Lacke sich nicht vertragen. Leider ist man sich ja nie ganz sicher, was ein Voreigner da aufgebracht hat und dann kann so etwas leider passieren. Da bleibt einem nur eins: nochmal alles neu machen und vorher den alten Lack runterschleifen.

Alles Gute, Friedensbanner!

Na? Auch untersegelt?

Geht es euch auch so wie mir? Die Durststrecke des Nichtsegelns in der Wintersaison ist jetzt Ende März gefühlt langsam unerträglich. Angesichts erster Sonnenstrahlen fühle ich mich „untersegelt“ und würde am liebsten schon heute die Leinen loswerfen und endlich mit dem Boot ablegen. Raus in die Natur, die Kraft des Windes spüren und das Plätschern der Wellen gegen den Holzrumpf hören – das hätte ich gerne JETZT!

Zwischenzeitlich war ich mit Gunnar Anfang Februar auf dem Wintertreffen des Freundeskreis Klassische Yachten (fky.org) und konnte abtauchen in das schönste Hobby.

Ich hatte gehofft eine Lesung von Stefan Züst wieder zu erleben. Er ist Bootsbauer vom Bodensee und arbeitet vornehmlich mit Holzbooten, seine Passion. Seine Erzählweise, seine Stimme nimmt einem tief in den Bann. Er war auch dort, aber leider kam er 2018 nicht so gut zum Segeln, wie er mir schrieb, und hatte keinen Reisebericht für uns. Stattdessen folgten wir Beiträgen von einem Seglerpaar, dem Profifotografen Sören Hese, dem „deutschen Ozean“ und der Viermastbark „Peking“.

Umso erfreuter war ich als ich ein Podcast Interview vom NDR mit Stefan Züst fand, in dem er kleine Kostproben gibt. Hier ein Link zu seiner Homepage und unten ein Video von seiner selbst gebauten Yacht „Alzira“ mit der er diese Segeltouren seiner Geschichten unternahm. Jene kann man auch hier nachlesen bei ihm.

Wie geht es Euch denn gerade? Fiebert Ihr auch der kommende Segelsaison entgegen? Was plant Ihr für dieses Jahr?

Persenning mit Schürze

Viele Holzboot Eigner kennen und fürchten sie: die Sommerplanke! Die Holzplanken am Rumpf werden mit der Zeit immer heller, da sie den starken Sonnenstrahlen gnadenlos ausgesetzt sind. Diese Oberpersenning mit einer Schürze (aus LKW-Plane vermutlich) fand ich daher wirklich gut als Tipp zum Schutz unserer Antquitäten.

Gesehen auf dem 2018er Holzpiratenfestival.