Vollholzdeck – es gibt immer weniger davon

Spätestens am Heckspiegel lasst sich zweifelsfrei feststellen, ob ein Deck aus Vollholz oder Sperrholz ist.

Als Faustregel kann man sagen: je einheitlicher, großflächiger und ohne Holzpfropfen das Deck erscheint, umso eher handelt es sich um ein Sperrholzdeck. Diese sind sehr schön anzusehen und nebenbei sehr stabil. Sie kommen häufig zum Einsatz, wenn ein Vollholzdeck nicht mehr gerettet werden kann. Meiner Schätzung nach hat heute nur noch jeder zweite Holzpirat ein Vollholzdeck.

Wurde zum Beispiel die Pflege vernachlässigt und muss ein Deck vom Lack befreit und geschliffen werden, hat man mit Sperrholz ein Problem. Man kann nicht viel Material abtragen (1-2mm maximal) bevor die nächste Holzlage in anderer Farbe, in anderer Faserrichtung hervortritt.

Vollholz ist angenehmer in der Bearbeitung. Natürlich ist hier ein übermäßiger Materialverlust durch das Schleifen auch nicht förderlich. Bei meinem Piraten war leider durch teilweise großflächige Verwitterung ein beherztes Schleifen unumgänglich.

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Unknown

Schwertkasten abdichten

Vor einiger Zeit habe ich hier gezeigt wie ich meinen Schwertkasten unten abgedichtet habe, indem ich ihn mit Epoxi ausgeschwemmt habe. Fotos davon habe ich seinerzeit nicht gemacht, aber eine Zeichnung der Arbeitsvorgänge angefertigt.

Mittlerweile haben dem Hören nach zwei, drei Leute es zum Vorbild sich genommen und ebenfalls so abgedichtet. Ich freue mich, dass ich damit helfen konnte und besonders freute es mich als sich Sven H. bei mir mit Fotos meldete.

Hier kann man also sehen wie er mit Hilfsleisten den Silikondamm aufgebracht hat, der später das Epoxi daran hindert in den Rumpf zu laufen. Zum diesjährigen Holzpiratenfestival plant Sven mit seinem Boot vorbei zu kommen (nach zweimal gucken – siehe hier), so dass ich mir das ansehen kann.

Kratzer am Kielschwein

Ein idylisches Bild. Morgens nach dem Aufstehen gehe ich zu meinem Boot und schau nach dem Rechten …

… ups, das Wasser ist über Nacht gesunken …

… und ups, mein Boot liegt irgendwie höher, auf einem dieser größeren Steine.

Ich hätte noch andere Leute dazuholen sollen, um besser das Boot anzuheben. Es war recht schwer es darunter zu ziehen und nun habe ich Kratzer am Kielschwein 🙁

Das schreit nach einer kleinen Notlackierung oder Winterarbeit!

Beschlagsanordnung 1974 Helmut Loos

Sicherlich ist dieses Schriftstück aus dem Jahre 1974 von Helmut Loos, dem langjährigen Technik Obmann der Deutschen Piraten Klassenvereinigung, für viele Holzpiraten Segler ein kleiner Schatz. Ich freue mich ihn heute hier veröffentlichen zu dürfen. Es ist eine sehr interessante Lektüre für alle die, die über die Anordnung ihrer Beschläge am Boot nachdenken.

Als langjähriger Regattasegler und mit Platz 5 auf der ewigen „1000 Punkte“ Rangliste der Piratensegler gibt Helmut Loos hier seine Einschätzung als Vorschlag ab, wie man die Beschläge anordnen sollte.

Mein Dank geht an Helmut für diese freundliche Unterstützung!

Oben anklicken oder hier für den PDF-Download:

Tümmler Außenborderhalterung

Thomas Kruschwitz hat auch einen Tümmler aus DDR Zeiten im Einsatz als Außenborder. Seine Halterung ist sehr schön zu verwenden, da einfach die Festmacheröse am Heck benutzt wird. Das bedeutet keine weiteren Halterungen, die die Optik der Jolle verändern. Erstmals berichtete ich von diesem Motor von Frank Z., der ihn auch am Holzpiraten einsetzt.

Diese Halterungen finde ich grundsätzlich sehr gelungen, da sie keine zusätzlichen Anbauten am Heck des Holzpiraten erfordern und so die Optik nicht stören. Vielen Dank, Dieter!

Den gleichen Ansatz, die Festmacheröse zu verwenden, habe ich hier von den Elbseglern schon einmal gezeigt für „normale“ Außenborder: