Schwimmende Bodenbretter und elektrische Lenzpumpe

Die Saison beginnt und aufschwimmende Bodenbretter kann es schon mal geben bei einer Holzjolle wie dem Holzpiraten.

Holz arbeitet und daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Holzrumpf nie gänzlich dicht ist. Da kann es leicht passieren, dass eine Holzjolle gleich nach dem Slippen „auf Tiefe geht“, also volläuft mit Wasser, wenn sie länger nicht mehr in ihrem Element war.

Oben sieht man einen Holzpiraten, bei dem nun schon die Bodenbretter aufschwimmen, das sind dann beim Piraten leicht über 200 Liter Wasser. Später hat der Eigner sich mit Hilfe einer elektrischen Lenzpumpe die Arbeit erleichtert.

Sieht man oben einen behelfsmäßigen Schlauch, kann man beim Holzpiraten von Charly sogar einen Dauerauslaß am Spiegel bewundern.

Wie sieht die Technik dazu aus? Hier sieht man eine Wasserpumpe bei Matthias.

Pfiffig: die Holzhalterung hat er mit drei Holzschienen gebaut, so dass er am Bodenbrett die Höhe in zwei Stufen einstellen kann.

Den Akku würde ich wahrscheinlich wasserdichter (gesonderter Behälter) und höher lagern, aber sofern die Pumpe immer funktioniert kann diese Variante auch schon mal helfen.

Ihr habt sicherlich auch so eure Erfahrungen gemacht rund um dieses Dauerthema. Hinterlasst gerne eure Erlebnisse unten in den Kommentaren.

Pirat G1635 Leila (55) & Lukas (13)

Ein toller Anblick!

So sieht die Jolle heute aus, aber das war nicht immer so…

Da musste viel Zeit und Arbeit investiert werden …

Hallo liebe Besucher,
heute möchte ich euch Lukas vorstellen. Ich lernte ihn im Alter von 14 Jahren kennen, als er auf dem Holzpiratenfestival 2015 mit seinem eigenen(!) Holzpiraten auftauchte und uns zeigte, wie er ihn im Alter von 13 Jahren(!) begonnen hatte zu restaurieren. Ein ungewöhnliches Hobby für einen Jugendlichen und absolut bewundernswert wie er dieses Großprojekt gemeistert hat! Hut ab!

Bitte lest selbst seinen ausführlichen Bericht mit vielen Fotos auf dieser neuen Unterseite von holzpirat.org.

Bronzeschrauben

Bei der Restaurierung meines Holzpiraten G 451 Störtekeber (mehr hier) musste ich so manche weggerostete Schraube ersetzen. Vergammelte Schrauben hinterlassen schwarze Verfärbungen im Holz, was an manchen Stellen schon unschön aussieht, aber letztlich zu einem alten Holzboot optisch mit dazugehört. Im Innenschiff musste ich bei den Nahtspanten leider Dutzende neue Schrauben setzen, die Verbindung zu den Planken und somit die Dichtigkeit wahr leider nicht mehr gegeben.

Bei neuen Schrauben bieten sich nichtrostende Schrauben an: aus Edelstahl oder schöner: aus Bronze. Letztere sind nun einmal nicht im Baumarkt um die Ecke zu finden. Als Bezugsquelle wurde ich bei der Firma Toplicht in Hamburg fündig. Dieser Schiffsausrüster hat Gegenstände im Sortiment, die man bei den üblichen Ausrüstern nicht findet. Ich empfehle daher allen Interessierten einfach den Katalog sich zusenden zu lassen.

Die von mir verwendeten Schrauben waren 3,5 mm x 20 mm für die Nahtspanten und 5 mm x 40 mm für restliche Reparaturen.

ALT neben NEU – die Schlitze der Schrauben sind in Bootslängsrichtung ausgerichtet.

Wie man der grünen Patina ansieht, liegt die Restaurierung schon etwas länger zurück.