Fotos 2017 online – vielen Dank

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Der Sommer 2017 war sehr durchwachsen gewesen mit viel Regen. Zum 14. Holzpiratenfestival Mitte September hatten wir jedoch großes Glück. Sonne und Wolken wechselten sich ab bei 15 Grad und einer guten Brise zwischen 4-5 Windstärken. 23 Holzpiraten hatten den Weg nach Mardorf gefunden, darunter wieder einige neue und sehr nette Crews. Deren Vorfreude und Erwartungen wurden zumeist übertroffen wie ich vernahm 🙂 Das freut mich natürlich sehr und ist mein Ansporn weiter zu machen.

Ich denke ich berichte hier schon immer sehr begeistert von diesem Seglertreffen, aber letztlich läßt sich das positiv Erlebte nur schwer beschreiben für die, die noch nie dabei waren und überlegen vielleicht mal zu kommen. Es ist eine geballte Mischung von so vielen positiven Dingen auf einmal die man an diesem Wochenende erlebt.

Hier ein Versuch:

Endlich triffst du ganz viele Leute, die genauso von diesem alten Boot schwärmen wie du. Du hörst so viele, interessante Erlebnisse und Erfahrungen von anderen Seglern. Du lernst unheimlich viel über die unterschiedlichen Ausbaudetails der Jollen. Du staunst was andere Leute schon so gemacht haben und auf welche Idee die gekommen sind. Du entwickelst selber neue Ideen und Träume was du mit deiner Jolle machen könntest. Du freundest dich mit anderen Piratenseglern an und triffst diese in den Folgejahren wieder, manche auch so nebenbei. Du freust dich diese netten Menschen wieder zu sehen. Die ganze Atmosphäre auf dem Holzpiratenfestival ist rundherum positiv aufgeladen und trägt dich wie auf einer Welle. Daheim im Revier bist du vielleicht der einzige Verrückte, der sich so ein Holzboot „antut“, hier weißt du warum und gerade deshalb! Die Nöte die du mit deinem Holzboot durchlitten oder vor dir hast kannst du hier teilen und erhälst Beistand, Anregungen und Hilfe. Du erntest große Anerkennung für hart geleistete Restaurierungsarbeit und freust dich diese den Anderen zu präsentieren. Deine Jolle ist ein Unikat so unterschiedlich sind sie alle, abhängig vom Vorbesitzern, der Bootswerft, Alter, Pflegezustand, Vorschäden, alten Reparaturarbeiten, usw.

Du bist auf einmal Teil einer tollen Gruppe, die in sich sehr unterschiedlich ist bezogen auf Charaktere, Alter, Herkunft, Beruf und unterschiedlichen Teilen des Landes. An diesem Wochenende jedoch eint uns alle das gleiche Hobby, die gleiche Leidenschaft, die für das schöne Segeln in einem alten Holzboot, dem Holzpiraten. Der Klang des Plätschern der kleine Wellen am Rumpf ist anders als bei den Kunststoffbooten. Das Auge wird anders angesprochen von der warmen Farbe des Gabuns/Mahaghonie, so sehr, dass selbst vorbeikommende Passanten merken, das ist etwas Besonderes – sie bleiben stehen und genießen es, mit dir.

Liebe Teilnehmer von 2017,
ihr habt diesen Zauber, das Aufleben dieser schönen, alten Segeljollen in einer großen Flotte mal wieder erweckt und die Fackel weitergetragen. Mike und mir bereitet dieses Wochenende immer wieder sehr viel Freude und so hoffen wir auch wieder darauf euch, frühere Teilnehmer und natürlich gerne auch neue Leute nächstes Jahr wieder zu begrüßen. Ich habt die Vorfreude und gute Stimmung mitgebracht und uns allen ein tolles Erlebniswochenende bescherrt – dafür meinen aller herzlichsten Dank!

Euer Malte

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HPF2017 – es war einfach klasse !

Da ging nicht nur morgens die Sonne auf 🙂 Auch im Herzen war es bei mir so beim Anblick dieser vielen, schönen Segeljollen.

Los geht´s – Steuermann Besprechung und Gruppenbild

Tolles Wetter und einen schönen Wind hatten wir – wahrlich keine Selbstverständlichkeit im Sommer 2017!

Du weißt das du auf einem Oldtimer Treffen bist, wenn die Werftplakette sandgestrahlt und verchromt wurde…

… und der Trailer Weißwand-Reifen spendiert bekommt 😉

(PS: zwangsweise, der Reifenhändler sagte es gäbe keinen normalen Ersatz mehr in dieser kleinen, alten Reifengröße?!?!)

Mehr die nächsten Tage …

Liebe HPF TTeilnehmer, wie hat es euch gefallen? Bitte hinterlasst einen Kommentar hier.

Holzpirat – seit 1955 in einer Familie

Heute möchte ich eine schöne Geschichte hier vorstellen: von einem Holzpiraten, welcher fast aus erster Hand seit 60 Jahren von einer Familie schon über drei Generationen gesegelt wird!

Helmut Stille ist jetzt 87 Jahre alt und segelt noch jede Woche – wenn es das Wetter zuläßt. Meist Mittwochs und am Wochenende. Helmut hat dabei feste Rituale: vor dem Segeln fährt er beim Bäcker vorbei und kauft sich ein Stückchen Kuchen. Dieser wird in der Messe vom Verein zusammen mit einer Kaffeetasse bereitgestellt und dann wird „HANSEAT“ (Pirat G 136) klar gemacht.

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Der Pirat ist von A&R und weist die Meßbriefnummer G 136 mit dem Baujahr 1949 und der Baunummer 4363 auf. Hinweis: mehr Details zu A&R Holzpiraten (Baunummernbuch) auf dieser Seite zur Werft.

Wenn einer mitfahren will, steigt er bei Helmut ein, sonst fährt Helmut alleine raus. Auf diese Weise haben nicht nur seine Kinder (Heike + Carsten) und sein Enkel Lukas, sondern mindestens zwei Generationen von Jugendlichen aus dem Verein, dem Segel Club Steinhuder Meer bei Helmut nebenbei segeln gelernt. In letzter Zeit ist auch sein jüngerer Bruder (82 Jahre) öfters wieder mit an Bord.

Hier Helmut und sein Sohn Carsten:DSC_8762-HolzpiratG136-ersteHand-640px

Helmut hat den Pirat ca. 1955 von seinem ersten Gehalt für DM 1.800,- von „dem Müller der Mühle in Wunstorf“ gekauft (also gebraucht, 6 Jahre alt). Sein Monatsverdienst betrug damals DM 250,-. Die Mühle gibt es wohl schon lange nicht mehr, „den Müller“ auch nicht, aber den Piraten noch!

Sein Sohn Carsten Stille schrieb mir:

Im Jahr 1980 habe ich im zarten Alter von 16 Jahren bereits meine ersten 3 Ranglistenregatten im Pirat G136 absolviert, um eine Qualifizierung für die DM zu erwerben. Im Jahr darauf wollte ich dann mit meiner Schwester Heike in unserem gemeinsamen in der Winterpause erworbenen Pirat G3164 „Waldschrat“, ein Kunststoffpirat mit Holzdeck von Hein, an der Deutschen Meisterschaft auf dem Ratzeburger See teilnehmen. Doch ich war nicht immer so Piratensüchtig…

Im Jahr 1966 im zarten Alter von gut 2 Jahren wollte ich diesen wunderschönen Holzpiraten nicht betreten. Ich wehrt mich mit Händen und Füßen, wie Fotos belegen. Offensichtlich war ich mitten im Trotzalter angekommen. Nun benutzte mein Vater Helmut eine List:

Er brachte das Lenkrad eines Tretautos am Schwertkasten an. Da hatte er mich! Ich wollte von dem Tag an immer als Steuermann mit an Bord sein… Im Jahr danach war das Steuerrad wieder verschwunden, doch ich war immer gern mit von der Partie.

Vor 5 Jahren in 2010 trainierte mein Vater Helmut mit seinem Enkel Lucas für dessen Segelscheinprüfung, so wie er es 1978 schon mit mir gemacht hatte. Natürlich hat Lukas die Prüfung glänzend bestanden. So sind nun 3 Generationen an Bord des Piraten G136 „Hanseat“ komplett. Den Pirat G3164 „Waldschrat“ hat Lucas nun im letzten Jahr übernommen und ist nun selbst zum Piratensteuermann geworden.

Viele Grüße,
Carsten

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Hier 1. und 2.Generation zusammen. Helmut und sein Sohn Carsten Stille auf dem Holzpiraten G-136 auf dem Steinhuder Meer zeigen uns einen kleinen Probeschlag auf dem Wasser inklusive Spinnaker Einsatz:

Ich danke Michael Schöber für diese wunderbare Geschichte und die Vermittlung des Kontakts zur Familie Stille. Dank deines Engagements können nun die Leser von holzpirat.org diese hier lesen.

Schönen Gruß
Malte

 

Feuerwerk auf dem Holzdeck

Das „Steinhuder Meer in Flammen“, das abendliche Feuerwerk, war auf dem 2015er Holzpiratenfestival ein Highlight. Ich saß bei Mike zu Gast mit auf seinem Boot und genoß die Abendstimmung. Christoph machte Fotos (danke dir!) auf dem spiegelglatten See und zeigt uns hier wie sich das Ereignis im Wasser und an Deck spiegelte.

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Er hat auch ein Video hochgeladen, siehe hier:

Eigentlich wolltest du nur Fotos machen

… für deine eigene Restaurierung. Du fährst zum Holzpiratenfestival und … auf einmal segelst Du sogar mit! Was für ein tolles Erlebnis! 🙂

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Genau so ist es Sven aus Hamburg ergangen (oben als Vorschoter). Lest selbst seinen Kommentar. Es hat ihm so gut gefallen, dass er nun ein Ziel hat: beim nächsten Holzpiratenfestival mit dabei zu sein! Freut mich das es dir so gefallen hat, Sven 🙂 . Alles Gute für deine Arbeiten am Boot!

Hallo an alle Piraten! Da ich ganz unverhofft am Samstag an den Regattan, auf der Aurum G2062 von Jürgen, teilnehmen könnte. Hatte ich endlich die Gelegenheit ein ganzes Rudel von Piratenjollen Live in Aktion zu sehen. An dieser Stelle ein Riesen Dankeschön an Jürgen, ein perfekter Tag!!! Eigentlich wollte ich nur einige Fotos schießen und mir Infos zu den Restaurierungen der Boote einholen um diese am eigenen Boot umzusetzen. Das es zu einem perfekten Segeltag auf dem Wasser wird damit habe ich nicht gerechnet. Vor Aufregung habe ich dann auch nicht ein Foto geschossen ? Nicht so schlimm. Leider habe ich diesen Tag dann doch etwas zu schnell abbrechen müssen, da ich am Abend von meiner Familie dringend zurück erwartet worde. Somit habe ich es versäumt Telefonnummern oder ähnliches auszutauschen. Dieses wird selbstverständlich nachgeholt. Jetzt werde ich mich noch stärker in die Restauration meines Bootes vertiefen, um den Termin für das Festival 2016 zu schaffen. In diesem Sinne “ bis zum nächsten Jahr “ G 2544 Bootswerft Fricke Baujahr April 1965 Gruß von der Alster an alle⛵️