Schwimmende Bodenbretter und elektrische Lenzpumpe

Die Saison beginnt und aufschwimmende Bodenbretter kann es schon mal geben bei einer Holzjolle wie dem Holzpiraten.

Holz arbeitet und daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Holzrumpf nie gänzlich dicht ist. Da kann es leicht passieren, dass eine Holzjolle gleich nach dem Slippen „auf Tiefe geht“, also volläuft mit Wasser, wenn sie länger nicht mehr in ihrem Element war.

Oben sieht man einen Holzpiraten, bei dem nun schon die Bodenbretter aufschwimmen, das sind dann beim Piraten leicht über 200 Liter Wasser. Später hat der Eigner sich mit Hilfe einer elektrischen Lenzpumpe die Arbeit erleichtert.

Sieht man oben einen behelfsmäßigen Schlauch, kann man beim Holzpiraten von Charly sogar einen Dauerauslaß am Spiegel bewundern.

Wie sieht die Technik dazu aus? Hier sieht man eine Wasserpumpe bei Matthias.

Pfiffig: die Holzhalterung hat er mit drei Holzschienen gebaut, so dass er am Bodenbrett die Höhe in zwei Stufen einstellen kann.

Den Akku würde ich wahrscheinlich wasserdichter (gesonderter Behälter) und höher lagern, aber sofern die Pumpe immer funktioniert kann diese Variante auch schon mal helfen.

Ihr habt sicherlich auch so eure Erfahrungen gemacht rund um dieses Dauerthema. Hinterlasst gerne eure Erlebnisse unten in den Kommentaren.

Tipps&Tricks Seite – Update 2016

Alle im Blog geposteten Tipps&Tricks rund um das Segeln mit der Holzpirat Segeljolle fasse ich normalerweise einmal im Jahr auf der eigenen Unterseite zusammen. Nun sind es fast zwei Jahre seit Februar 2015 geworden und ich füge heute 38 Beiträge hinzu, so dass die Sammlung nun 93 Tipps und Tricks enthält. Unglaublich, wieviel da so mit der Zeit zusammen gekommen ist 🙂

  1. Bootssicherung an der Sliprampe
  2. Flaschenhalter
  3. Einfädler für das Liektau vom Großsegel
  4. Neuer Gartenschlauch als Scheuerschutz
  5. Keine Kratzer am Heck
  6. Mike´s leichter Anker
  7. Regatta Tipp – Flaggensignale Aufkleber
  8. Kochbesteck für das Wandersegeln
  9. Sehr breite Hängerauflage
  10. Möwenschutz für die Persenning
  11. Katzenaugen Lichtleiste – Nachtrag
  12. Tiefenlot immer dabei
  13. Fahrrad am Bootsanhänger
  14. Trockenanzug – Manschettenpflege
  15. Defekte Katzenaugen – ein Klassiker
  16. Haltebügel für Bootsanhänger
  17. Jollenwandern – wasserdichte Gepäcksäcke
  18. Seglertasche für Pirat Jollen Fans
  19. Scheuerschutz für Transportpersenning
  20. Meine Reisecheckliste
  21. Blindmast für den Transport
  22. Katzenaugen – Hänger Ersatzteile
  23. Bootstrailer – schöne Lösungen + Tipp
  24. Kugel statt Schäkel
  25. Bootstransport nur mit Unterpersenning
  26. Transportsicherung des Schwertes (II)
  27. Hängerfahrt – Stützrad sichern!
  28. Höher am Wind segeln
  29. Paddelhalter, Holzjolle vorwässern (II)
  30. Bughalterung beim Bootstrailer
  31. Halter für Persenning
  32. Verklicker mit Totenkopf
  33. Abnehmbare Motorhalterung (II)
  34. Baumstützenhalter wegklappbar
  35. Drehbare Basis für Großschot – Update
  36. Sichere Verladung beim Bootstransport
  37. Ball am Heck – Lenzer im Spiegel
  38. Gräting im Heck

Hier geht es zu der Seite mit den 93 Tipps&Tricks. Vielleicht ist mindestens einer für dich dabei. 

Holzjolle vorwässern (II)

Zum Vorwässern des Holzpiraten habe ich meine Methode mit Video ja hier schon beschrieben. Nun hat sich Thomas K. bei mir gemeldet mit einer „sanfteren“ Methode. Danke Thomas!

In meinem alten Verein, haben wir die Boote die vorgewässert werden mussten, immer mit feuchten Tüchern ausgelegt. So bleibt das Wasser da wo man es haben will.

Ich finde das Wässern (und fluten) eher problematisch, da das Holz in kurzer Zeit viel arbeiten muss, hier entstehen enorme Kräfte die irgendwann den Gesamtverbund des Bootes beinträchtigen. Die Rumpfsteifigkeit geht verloren, was bei wenig Wind ärgerlich ist, da das bisschen Zug nicht in Fahrt sondern in Rumpfverformung umgesetzt wird. Und je mehr Lose in den Verband des Rumpfes kommt, umso schwieriger wird es das Boot dich zu bekommen.

Deshalb mein Tipp:

Abbildung 1: Paddelaufhängung im Heck.

Vorwässern-Innen-Geölt-1

Schön zu sehen, innen ist das Boot geölt und nicht lackiert. Durch das regelmäßige Ölen muss das Boot nicht vorquellen.

Innen nicht lackieren und den Rumpf von innen (alle zwei bis drei Jahre) mit Leinölfirniss und Petroleum tränken (Verhältnis 50% zu 50%). Die Idee ist, dass das Öl die Zellen im Holz füllt, die sonst vom Wasser gefüllt werden, das konserviert die Zellulose und quellt das Boot ohne Wasser dicht.

Bei meinem Boot, Baujahr 1952 (Eiche und Mahagoni), hab ich auf die Art nur einen Daumbreit Wasser in der Bilge, wenn das Boot nach der Wintersaison ins Wasser kommt.

Abbildung 2: Vorschiff – Mastfuß. Bordwand und Deck von innen geölt

Vorwässern-Innen-Geölt-2

Mein Holzpirat regnet

Donnerstag fahre ich zur 75-Jahre-Pirat Jubiläumsregatta nach Berlin. Für mich wird es die erste Gelegenheit dieses Jahr meinen Holzpiraten zu segeln. Nach dem langen Winter in der Scheune sind die Holzplanken entsprechend ausgetrocknet. Um die Holzjolle wieder dicht zu bekommen, wässere ich die Jolle vor. Die ersten Eimer Wasser laufen eindrucksvoll durch die offenen Ritzen. In diesem Video habe ich das Heck auf dem Trailer nach unten gedrückt, damit das Wasser die unzugänglichen Stellen im Heck erreicht. Diese Prozedur führe ich nun täglich bis zum Abreisetag durch, um das Boot dicht zu bekommen.

Den Tipp der Vorwässerns habe ich schon einmal hier beschrieben.