Die Yacht Classic hat uns besucht

Moin, Servus und Hallo zusammen,
ab sofort beim gut sortierten Zeitschriftenhändler: die Yacht Classic (Ausgabe 2/2018) – eine dringende Kaufempfehlung! Warum?

 

Matthias Beilken hat uns für die Yacht Classic (Link 1,2) auf 5½ Seiten porträtiert. Es ist wirklich ein sehr schöner Artikel über uns geworden, flankiert mit wunderbaren Fotos von Ben Scheurer.

Frisch im Zeitschriftenladen gekauft:

Vielleicht schauen ja ab heute ein paar neue, interessierte Leser hier vorbei, daher kommt nun eine Auswahl von interessanten Artikeln, die es hier so zu sehen gibt:

  1. Baupläne zum Holzpiraten
  2. Detailfotos Beschläge&Co
  3. Werftplaketten Sammlung von Holzpiraten
  4. Holzpiraten im Museum
  5. Neubau eines Holzpiraten
  6. Fast 100 Tipps & Tricks rund um das Boot und mehr
  7. Das traurige Ende: Verbrennung, Blumentopf, Couch, Kellerbar, etc
  8. Auskunft zu Segelnummern
  9. Es gibt ein Forum zum Austauschen, Bilder hoch laden, usw.
  10. Viele eigene Videos
  11. Dauerbrenner Schwertkasten (hier und hier „spezial“)
  12. Undichte Holzjolle (vorwässern hier mit Video und hier klassisch)
  13. Wandersegeln – Venedig im Holzpiraten
  14. Wandersegeln – Sardinien, türkisfarbener Strand
  15. Wandersegeln – Schlei mit der Flottille
  16. Wandersegeln – Nordsee Spiekeroog
  17. Natürlich diverse Restaurierungen
  18. Modellbauer (1:5 mit Video, genial: Pirat Molle klein+groß)
  19. Audiopodcast Interviews
  20. Der Pressespiegel
  21. Auf der boot Düsseldorf
  22. Umsteiger: Oliver voller Lebenslust und Freude
  23. Ein Holzpirat in den USA
  24. Holzpirat als Autodach
  25. Restaurieren mit nur 13 Jahren
  26. Ein Holzpirat in Chile
  27. Abnehmbare Motorhalterung – Video
  28. Gestohlener Holzpirat mit Hilfe von holzpirat.org wieder gefunden
  29. Beschlagsanordnung 1974
  30. Zu guter Letzt: Holzpiratunser

Das das „Festival der Holzpiraten“ weder typische Ranglistenregatta noch typische Klassikerregatta ist, haben beide schnell gemerkt. Klassikertreffen finden meistens mit gemischten Bootsklassen statt und selten in Form einer reinen Einheitsklasse. Im Vergleich zu Ranglistenregatten sind wir alle Novizen und ein bunt zusammen gewürfelter Haufen an der Startlinie. Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Ehrgeiz bei uns zu kurz kommt auf der Regattabahn.

Die „Yacht Classic“ ist seit 2006 ein Sonderformat des normalen „Yacht“ Magazins (deutschlands größtes Segel Magazin). Mitte der 2000er Jahre nahm das Interesse alte Segelyachten zu erhalten immer mehr zu. Weitaus früher schon drückte sich dies durch die Gründung des Freundeskreis Klassische Yachten (www.fky.org) aus, mit sehr regen Aktivitäten in der Dickschiffszene dort.

Viele alte Yachten (zumeist Dickschiffe) wurden seit dem gerettet und erhalten. Die Auswirkungen auf den Jollenbereich sind nur schwer zu ermessen, da dieser Bereich nur relativ klein vertreten ist dort. Seit Jahren registriere ich zwar immer mehr Leute die sich bei mir melden und auch zu dem Festival kommen, aber das mag auch schlicht an der gestiegenden Bekanntheit des „Festival der Holzpiraten“ und holzpirat.org liegen.

Die besondere Atmosphäre jenes Segelertreffens habe ich hier schon mal versucht zu beschreiben. Ich freue mich jedes Jahr die vielen bekannten Freunde zu treffen und ebenso bin ich glücklich immer neue Leute begrüßen zu dürfen. Sehr häufig haben jene schon lange geplant mal mit beim Holzpiratenfestival teilzunehmen und sind überglücklich, wenn sie dann da sind mit ihrem Schätzchen. Recht oft ist die Teilnahme das Ziel so mancher Restauration gewesen.

Auf einmal ist man dann Teil dessen, worüber man hier schon viel gelesen und ggf. geträumt hat. Die Wirklichkeit ist dann meistens sogar noch besser als man es sich vorstellte, wie mir schon vielfach versichert wurde 🙂

Mit 15 Veranstaltungen sind wir nun auch schon lange aktiver Teil der weitläufigen Segel-Klassikerszene und als solches bekannt. Ich blicke mit einem Lächeln darauf zurück und in die Zukunft.

Euer
Malte Storn

10 Jahre Yacht Classic Magazin

„Ewige Schönheit – die neue Liebe zu alten Yachten“

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An diese erste Ausgabe von Yacht Classic im Jahr 2006 erinnere ich mich noch sehr gut. Es war das einzige Magazin, welches ich aus Vorfreude von Anfang bis Ende komplett in einem Rutsch verschlungen habe.

Die Yacht Classic passte hervorragend in diese Zeit. Das Interesse an alten Holzyachten und -jollen hatte einen immer größeren Aufschwung erfahren, der bis heute anhält.

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Der Freundeskreis Klassische Yachten mit Wilfried Horns war der Wegbereiter / Begleiter und Ausdruck dieser Entwicklung vorab gewesen und schon seit 1994 unterwegs. Ich hatte mir im Jahr 2000 selber eine Holzjolle zugelegt und dann restauriert. Gemischte Holzbootregatten gab es einige in Deutschland, aber keine einzige Regatta ausschließlich für die alten Pirat Segeljollen. So hob ich 2004 das Holzpiratenfestival mit aus der Taufe.

Über die Jahre konnte man mehr und mehr beobachten, wie sich immer mehr Leute um die alten Boote und Yachten bemühten und sie nicht furchtbaren Schicksalen überließen. Viel Zeit sowie teilweise große finanzielle Mittel wurden hierbei zum Erhalt der alten Boote aufgebracht – bewundernswert!

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In diese Zeit platzte nun die Yacht Classic mit ihren tollen Reportagen abseits der üblichen Segelmagazine und befeuerte diesen Trend weiter. Mit schönen, ausführlichen Berichten garniert mit wunderbaren Fotos wurde das Lesen rund um das Thema „alte Holzsegelboote“, und oft auch darüber hinaus (Bsp. die Flotteneichen in Dänemark), ein wahrer Genuss.

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Die Pirat Segeljolle wurde erst zum 75 jährigen Jubiläum in Ausgabe 2/2013 gewürdigt. Dabei hatte die Yacht seinerzeit maßgeblich zur Namensgebung mittels Preisausschreiben 1938 zur Verbreitung der „10m² Jugendjolle“ beigetragen. Auf dieser Jolle lernten schließlich viele Leute in den 50er und 60er Jahren das Segeln.

Das Ganze an sich wäre eigentlich schon eine schöne Geschichte für die 100 Jahre Ausgabe der Yacht in 2004 gewesen (siehe unten), aber so musste man erst bis 2013 auf eine Ausgabe der Yacht Classic warten.

Meinen Glückwunsch an alle Mitwirkenden des Yacht Magazins. Hoffentlich geht es noch länger weiter mit dieser Sonderreihe. So bleiben uns die alten Segeljollen und -yachten noch länger auf dem Wasser erhalten und erfreuen unsere Augen mit ihren Anblick.

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Umgekehrte Rückseite, die Erstausgabe im Sonderdruck:

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Teilnehmerzahl überschaubar ?!

Zitat aus: Yacht Spezial classic Seite 26-28  (Auszug)

Artikel „Nicht wegzudenken“,

Sie stehen im Schatten der Großen. Warum kleine Klassiker dennoch tragender Teil der Szene sind, erläutert der Jollen-Experte Manfred Jacob

Yacht-Spezial-Classic_2013-1_CIMG43413_200x256Frage: Welche Jollenklassen tun sich hierzulande hervor?

Antwort: Die Sharpies standen mal gut da, das ist eine Einheitsklasse, bei der nur Holz erlaubt ist. Die brachen in Deutschland ein, sind aber in England und Portugal noch stark. Bei den Piraten gibt es ein Holzboot-Treffen, aber die Teilnehmerzahl ist überschaubar. Erwähnen muss man auf jeden Fall die 20er-Rennjollen, die bringen viele Schiffe an den Start. Die Top-Boote sind relativ teuer, doch zum Einsteigen reicht auch ein weniger aussichtsreiches Exemplar. Trotzdem schwächeln sie, wie viele andere, an Überalterung.

Zitat – Ende

Zunächst freute ich mich, dass mein Holzpiratenfestival indirekt genannt wird, aber „überschaubare“ Teilnehmerzahl? Gut die ca. 15-20 Holzpiraten sind im Vergleich zu großen Ranglistenregatten von GFK-Segeljollen mit >50 Booten gewiss eine überschaubare Anzahl, richtig. Das im gleichen Atemzug von „vielen“ 20er-Rennjollen am Start gesprochen wird, dass nehme ich mal mit unter die Lupe.

Bekannte Holzbootregatten wie die Hamburg Summer Classics, Traditionelle Holzbootregatta in Schwerin , Havel Klassik und die Holzbootregatta auf dem Steinhuder Meer mit oft 50 (und mehr) Booten sind groß, aber mit gemischten Bootsklassen. Das zählt meiner Meinung nach nicht in diesem Zusammenhang, da hier viele Jollentypen gleichzeitig mitsegeln. Die Anzahl der Boote einzelner Jollenklassen fällt klein aus.

Wie sieht es also mit den Holzboot-Regatten für einzelne Jollenklassen aus?

Bei den genannten Sharpies liegen die Stückzahlen, bei ca. 15 Stück (davon 5 deutsche Jollen in 2012) bei den German Open, die meisten aktiven Boote sind jedoch in England und den Niederlanden zu finden, nicht bei uns. Die 22er-Rennjolle des oben interviewten Herrn Jacob kommt selbst auf 17 Stück (2011), also auch ca. 15-20 Stück wie die Holzpiraten. Ist das nun überschaubar oder viel? Die O-Jollen haben keine mit dem Holzpiratenfestival vergleichbare Regatta oder Initiative. Hansajollen sehe ich schon eher als kleine Dickschiffe.

Andere alte Jollen in Holz (in nennenswerter Zahl) – Fehlanzeige!

Schaut man sich also die Zahlen an: Piraten ca. 15-20, Sharpies ca. 15, 22er-Rennjollen ca. 15-20, dann ist das jeweils „überschaubar“ bzw. groß. Zieht man den Kreis größer bis hin zu den Jollenkreuzern, muss man leider feststellen, das die gesamte Holzjollenszene deutschlandweit recht überschaubar ist. Das Festival der Holzpiraten ist hierbei eine bekannte, feste Größe (2013 zum 10.Mal) und mit dieser Homepage als Anlaufstelle für alle „Holzwürmer“ unter den Seglern anderen Jollenklassen weit voraus derzeit.