Achterwasser bei Usedom

Mein Dank für diesen schönen Jollenwander-Bericht geht an Carsten Stille.

August 2014 habe ich, Carsten Stille, meinen Urlaub mit Pirat „Waldschrat“ auf Usedom verbracht.

Dort habe ich herrliche Tagestouren im Achterwasser unternommen. Den Liegeplatz hatte ich im Yachthafen Ückeritz. Von dort aus kann man Touren im ganzen Achterwasser bis hin zum Peenestrom unternehmen.

1. Vor dem Slippen beim Cafe KnatterAchterwasser-20140815_1527-CStille

2. Am Schwimmsteg im Hafen beim Cafe KnatterAchterwasser-20140815_1727-CStille

Dieses waren meine beiden schönsten Tagestouren: Die erste führte mich in den Nepperminer See, wo hinter der Insel Böhmke der Mitsegel-Schoner „Weisse Düne“ seinen Liegeplatz hat. Das Foto meines Piraten mit dem Schoner im Hintergrund ist derzeit mein Lieblingsbild.

3. Pirat Waldschrat und Zweimastschoner „Weisse Düne“ im Nepperminer SeeAchterwasser-20140817_1536-CStille

Die zweite Tour führte mich in den Krienker See bei Morgenitz. Wunderbare Natur in der malerisch tief eingeschnittenen Bucht mit der bewaldeten Insel Werder! Tom Sawyer läßt grüßen. Ein Paradies für alle Wasservögel. Alle Tage wehte es nahezu konstant mit 5 Bft aus Südwest. So war es seglerisch eine gewisse Herausforderung, in der Welle die zirka 8 km bzw. 10 km einhand aufzukreuzen.

4. Detail vom Multitalent Pirat:
Mit Trapez segele ich einhand wie ein Contender, bei Bedarf auch mit Fock und Spie

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Die Belohnung waren wunderschöne Eindrücke, neue Horizonte und natürlich das Picknick vor Anker. In Rekordzeit flog ich dann dann spätnachmittags raumschots zurück. Als Steinhuder Segler staune ich, wie wenige Boote dort liegen. Die ganze Zeit war übrigens fast gar kein anderer Segler unterwegs. Mit Ausnahme des Schoners „Weisse Düne“, die täglich mit zahlenden Gästen Törns ins Achterwasser unternimmt.

5. Ankerplatz im Krienker SeeAchterwasser-20140819_1711-CStille

Der Yachthafen Ückeritz umfasst eine Surfschule, den Bootsverleih und das gastronomisch hochwertige Cafe Knatter. Dort gibt es auch eine geeignete Slipanlage, allerdings mit tiefen Schlaglöchern, um die man den Trailer herumzirkeln sollte. Der Trailer kann auf einer Wiese abgestellt werden. Die Surfschule verwaltet auch die Liegeplätze. Schwierig ist es allerdings, bei kräftigem auflandigen Wind aus dem Hafen herauszukommen. Die Einfahrt ist sehr schmal, extrem flach und flankiert von einer Mole aus Findlingen, die respektvollen Abstand fordert. Ich verzichtete auf Experimente und entschied mich, den Pirat zu Fuß durchs flache Wasser bis zu einer Takelboje zu ziehen. Dort setzte ich Segel in der Hoffnung, bis zum Ablegen keine unfreiwillige Bekanntschaft mit einem der zahlreichen Kite-Surfschüler zu machen…

6. Kurs auf Insel Werder
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Da kaum andere Segler unterwegs sind, sollte man sein Boot gut beherrschen und beispielsweise nach Kenterung selbst aufrichten können. Bei Wind sollten angelegte Schwimmwesten und Auftriebskörper im Rumpf Selbstverständlichkeiten sein, von Vorteil sind auch Lenzventile. Ideal wäre eine Tour mit mehreren Piraten.

7. Achterwasser: „Begegnung auf hoher See“Achterwasser-20140819_1904-CStille

2 Gedanken zu „Achterwasser bei Usedom

  1. Bravo!!! Schöner Törn, tolle Bilder, macht Lust, gleich mal selber die Leinen los zu werfen.

    Wo warst Du untergebracht und wie war die Versorgung im Revier?

    Liebe Grüße
    Mike

  2. Danke für den Bericht. Das Achterwasser ist mein Heimatrevier. Bin dort oft am Wochenende mit meiner Ixylon unterwegs.

    Gruß Enno

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