Innenlack

#1
Hallo Holzpiratenfreunde,
seitdem die Temperaturen einen Aufenthalt in meinem ungeheizten Bootsschuppen zulassen, bin ich nun dabei meinen VEB Piraten für die nächste Saison startklar zu machen. Nach anfäglichen großen Plänen und einem realen Fortkommen, das mit der verbleibenden Zeit bis zum Saisonstart leider nicht korrespondierte, habe ich nun beschlossen anstehende Arbeiten auf mehrere Winterpausen zu verteilen. Immerhin sind nun zB. alle faulen Stellen unter den Scheuerleisten durch neues Holz ersetzt (Ein Vorbesitzer hatte aus nicht nachvollziehbaren Gründen - Reling etwa?- mehrere größere Bohrungen zwischen Bootsrand und Scheuerleiste gesetzt). Bei der Gelegenheit stellt man dann auch fest, dass schon andere am Boot tätig waren und Spachtelflächen und jede Menge versteckte Nägel und Schrauben hinterlassen haben - da hat sich der Fräser gefreut. Will mich jetzt aber nicht in Details verlieren - bin hier sicher nicht der einzige mit solchen Erlebnissen.
Aber jetzt mal eine ganz konkrete Frage: Kann mir jemand sagen, was beim VEB Piraten seinerzeit (in meinem Fall 1961) für Lack im Innenraum verwendet wurde? Eine transparente, braune, leicht speckig wirkende Beschichtung - ich nehme mal an, dass es sich noch um die Originalbeschichtung handelt.
Ich müsste einige Stellen im Innenraum ausbessern, möchte aber vorerst keiin größeres Fass aufmachen (Lack großflächig entfernen und neu machen).
Oder vielleicht gibt es ja ein paar hilfreiche Tips zu Lack-Ausbesserungsarbeiten im Innenraum.
Grüße von Moritz
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#1
Hallo Holzpiratenfreunde,
seitdem die Temperaturen einen Aufenthalt in meinem ungeheizten Bootsschuppen zulassen, bin ich nun dabei meinen VEB Piraten für die nächste Saison startklar zu machen. Nach anfäglichen großen Plänen und einem realen Fortkommen, das mit der verbleibenden Zeit bis zum Saisonstart leider nicht korrespondierte, habe ich nun beschlossen anstehende Arbeiten auf mehrere Winterpausen zu verteilen. Immerhin sind nun zB. alle faulen Stellen unter den Scheuerleisten durch neues Holz ersetzt (Ein Vorbesitzer hatte aus nicht nachvollziehbaren Gründen - Reling etwa?- mehrere größere Bohrungen zwischen Bootsrand und Scheuerleiste gesetzt). Bei der Gelegenheit stellt man dann auch fest, dass schon andere am Boot tätig waren und Spachtelflächen und jede Menge versteckte Nägel und Schrauben hinterlassen haben - da hat sich der Fräser gefreut. Will mich jetzt aber nicht in Details verlieren - bin hier sicher nicht der einzige mit solchen Erlebnissen.
Aber jetzt mal eine ganz konkrete Frage: Kann mir jemand sagen, was beim VEB Piraten seinerzeit (in meinem Fall 1961) für Lack im Innenraum verwendet wurde? Eine transparente, braune, leicht speckig wirkende Beschichtung - ich nehme mal an, dass es sich noch um die Originalbeschichtung handelt.
Ich müsste einige Stellen im Innenraum ausbessern, möchte aber vorerst keiin größeres Fass aufmachen (Lack großflächig entfernen und neu machen).
Oder vielleicht gibt es ja ein paar hilfreiche Tips zu Lack-Ausbesserungsarbeiten im Innenraum.
Grüße von Moritz
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#2
Hallo Moritz,

das hätte ich auch gerne gewusst. Bei mir war es dasselbe und ich habe das bei sehr vielen alten, lange nicht gepflegten Holzpiraten gesehen. Dunkelbraun, leicht klebrig und durch die Zeit gerissen und in Stücke zerteilter Lack / Lacköl?

Mal sehen, ob sich jemand meldet, der mehr weiß dazu ...

[Update: habe ein Muster angefügt - so ähnlich meinst du das wahrscheinlich, nicht wahr?]


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#2
Hallo Moritz,

das hätte ich auch gerne gewusst. Bei mir war es dasselbe und ich habe das bei sehr vielen alten, lange nicht gepflegten Holzpiraten gesehen. Dunkelbraun, leicht klebrig und durch die Zeit gerissen und in Stücke zerteilter Lack / Lacköl?

Mal sehen, ob sich jemand meldet, der mehr weiß dazu ...

[Update: habe ein Muster angefügt - so ähnlich meinst du das wahrscheinlich, nicht wahr?]


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Malte

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#3
Hallo Malte,
ja, sieht sehr ähnlich aus, wobei meine Beschichtung gottlob noch eine zusammenhängende Fläche bildet. Was hast du denn in der Angelegenheit unternommen? Alles rausgekratzt?
Grüße, Moritz
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#3
Hallo Malte,
ja, sieht sehr ähnlich aus, wobei meine Beschichtung gottlob noch eine zusammenhängende Fläche bildet. Was hast du denn in der Angelegenheit unternommen? Alles rausgekratzt?
Grüße, Moritz
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#4
Moin Moritz,
ich habe bei meinem Boot außen wie innen alle Lackschichten entfernt. Bei diesen alten, klebrigen Lacken kam ich mit der Heißluftpistole rasch voran. Nur im Heck war es übel mit bis zu 7 verschiedenfarbigen Lacken. Da musste ich abbeizen, um zum Holz zu gelangen.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#4
Moin Moritz,
ich habe bei meinem Boot außen wie innen alle Lackschichten entfernt. Bei diesen alten, klebrigen Lacken kam ich mit der Heißluftpistole rasch voran. Nur im Heck war es übel mit bis zu 7 verschiedenfarbigen Lacken. Da musste ich abbeizen, um zum Holz zu gelangen.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#5
@Malte --> archäologischer Bootsbau  Big Grin Schliemann hat sein Troja auch erst nach wasweißichwievielen Schichten entdeckt
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#5
@Malte --> archäologischer Bootsbau  Big Grin Schliemann hat sein Troja auch erst nach wasweißichwievielen Schichten entdeckt
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#6
Hallo,
Der Tischler sagt dazu: der Lack ist krepiert. Wirklich.
Ich denke das passiert bei Öllacken besonders, der Lack ist einfach auch sehr alt .
Ich kenne das auch bei Schellackmöbeln.
Eventuell ist der Untergrundlack härter als die darüberliegenden Schichten.
Muss abgezogen werden.
Es passiert übrigens auch, wenn man das Boot innen viele Jahre mit Leinölfirnis streicht (eventuell auch das nicht eingezogene Öl nicht abwischt), es entsteht so eine lackartige, sehr weiche Oberfläche.
Will man neu ölen, muss erst die krepierte Schicht runter. Ziehklinge!

Grüße, Steffen.
Grüße, Steffen.
~~~wasseruntermKiel~~~
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#6
Hallo,
Der Tischler sagt dazu: der Lack ist krepiert. Wirklich.
Ich denke das passiert bei Öllacken besonders, der Lack ist einfach auch sehr alt .
Ich kenne das auch bei Schellackmöbeln.
Eventuell ist der Untergrundlack härter als die darüberliegenden Schichten.
Muss abgezogen werden.
Es passiert übrigens auch, wenn man das Boot innen viele Jahre mit Leinölfirnis streicht (eventuell auch das nicht eingezogene Öl nicht abwischt), es entsteht so eine lackartige, sehr weiche Oberfläche.
Will man neu ölen, muss erst die krepierte Schicht runter. Ziehklinge!

Grüße, Steffen.
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