Tampen Waschtag

Als ich mein Boot ausgeräumt habe für den Winter, habe ich mir auch die Leinen im Boot vorgenommen. Meine Festmacher und Ankerleine mussten dann doch mal durch das Wasser gezogen werden. Ein Reisewaschmittel aus der Tube kam zum Einsatz.

Nun da blieb was hängen im Wasser. Dies war übrigens nicht mein erster Waschtag, hier habe ich schon mal ein altes Großsegel gewaschen.

Eine ungewöhnliche Saison geht zu Ende

Es ist mal wieder so weit. Die Tage werden kürzer und kühler, Zeit die Stege zu räumen. Ich habe letztes Wochenende mein Boot aufgeslippt.

Corona hat den Saisonstart verzörgert, aber zum Glück die Saison als solches nicht verhindert. Leider musste das Festival der Holzpiraten ausfallen, es hat mir gefehlt Euch zu sehen. Schade auch das zwei-drei neue Leute, die dieses Jahr zum ersten Mal zum Festival kommen wollten, dies nicht konnten. Ich drücke uns allen die Daumen, das es nächstes Jahr wieder ein schönes Segelwochende zusammen gibt.

Ich finde es immer wieder großartig wie viele Holzpiraten Segeljollen rauf auf den Trailer und quer durch Deutschland gefahren werden, hin zu einem Treffen der besonderen Art.

See you on the road again … 🙂

Vorschotersitz – entspannt segeln

Matthias U. (Elise) hat sich gemeldet. Er hat für seine Vorschoterin einen Sitz gebaut.

Ihr kennt es alle: der Wind ist leicht, auf der hohen Kante sitzen geht nicht. Da bleibt nur der Schwertkastentisch oder eben neben dem Schwertkasten sich setzen. Der Travelerbalken lädt zwar zum Anlehnen ein, ist aber dann auf Dauer auch unbequem im Rücken. Hier kommt nun der Stuhl von Matthias ins Spiel – schöne Idee! Schnell selbst gebaut und … happy sailing!

Stuhl mit Vorschoterin vor Schloß Seeburg

Es fehlt quasi nur noch ein wenig Beize und Klarlack 🙂

Des Weiteren könnte ich mir vorstellen mit dem Sitzwinkel zu spielen, indem man zwei Schrauben mit Muttern verwendet (plus Holz anrunden wegen der Auflage).

Vielen Dank Matthias, für diesen tollen Tipp!

Sommer 2020 – COVID, Regen, Big Brother, Hitze

Seid gegrüßt liebe Holzpiraten!

Was für eine Segelsaison bis jetzt! Erst hielt uns Corona fest und ließ uns nicht in die Häfen und an die Boote, dann ging es nach Wochen endlich langsam los, ein Aufatmen. Das Wetter jedoch war lange Zeit unbeständig, viele Regenschauer gingen über das Land. Manchmal dachte ich es gibt keinen normalen Regen mehr, nur noch Sturzregenfälle – Dusche an/aus! Die letzten 2-3 Wochen nun das komplette Gegenteil – Hitze, 30er Temperaturzahlen die Regel, nicht die Ausnahme.

Rückblende Anfang Juli in die unbeständige Wetterlage.

Seit ein paar Jahren treffe ich mich regelmäßig mit Freunden an der Schlei zum Segeln am Campingplatz Wees in Missunde, da wo die Autofähre ist. Ich konnte erst am zweiten Wochenende kommen, beneidete also die Anderen. Durch einen Zufall stieß ich kurz voher auf die Webcam des Campingplatzes mit vertrautem Blick. Ja ich weiß, Webcams, Steinzeit Technik des Internets, manch einer kennt vielleicht noch die berühmte Kaffeekocher-Webcam von Cambridge? Langweilig aus heutiger Sicht, damals ein Hit.

Doch es sollte gar nicht langweilig werden für mich, mit dieser Webcam 🙂 Es stellte sich raus, dass der Blickwinkel mich meinen Freunden folgen ließ. Aus der Ferne konnte ich Ihnen zusehen, denn auf einmal waren Ihre Bootstrailer im Bild zu sehen. Sie waren angekommen!

Das war lustig, ich wusste sie fahren an jenem Tag hin, schaue nach und … schwups, sah ich sie! Aber nichts passierte, denn man erahnt es am Bild, es war die Woche mit viel Regen. Hier ein typisches Bild der Gegend im Regenradars.

Aus Spaß checkte ich regelmäßig die Webcam, wollte sehen ob sich was tut. Big Brother is watching you! Mal war kurz herrlicher Sonnenschein zu sehen, dann wieder viel Regen. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, herrlich. Aber bei dem vielen Regen war ich irgendwie froh noch nicht da zu sein und hoffte auf besseres Wetter am Wochenende. Die Boote blieben unbeweglich an Land. Ich litt mit meinen Freunden. Zelten bei so viel Regen ist eine harte Prüfung und nicht der Urlaub den man sich vorstellt.

Dann, ich war zufällig online, sah ich sie an ihren Booten. Es war witzig, alle 2 Sekunden aktualisierte sich das Bild. Links Ulli und rechts Gunnar beim Aufriggen nach drei Tagen. Ich rief sofort Ulli an und es war lustig mit ihm zu sprechen. „Na Ulli, stehst du im Boot und baust endlich auf?“ 🙂 „Ja, kannst du das sehen?“.

Das war schon seltsam, ich sprach mit jemanden den man live sehen konnte auf einem Webcam Bild. Kaum erkennbar, aber Skype, Teams und Zoom sind nichts dagegen!

Die Ärmsten sind nur dieses einen Mal in der Woche gesegelt, so schlecht war das Wetter. Selbst als ich am Wochenende da war ging leider nichts. Sonnig war es, aber der Wind zuviel – irgendwas ist ja immer 🙁

Nun, ich habe meinen Spaß mit der Webcam fortgesetzt, mit mir selbst. Ich habe das Glück, dass meine 80 jährige Mutter ein Smartphone hat. Link zusendet, kontrastreich vor den Wohnwagen gestellt, angerufen und …wicke, wicke. So konnte sie mich aus über 600 km Entfernung live beim Telefonieren sehen. Ein sehr witziger Moment, trotz der vermeintlich alten Technik 🙂

Ich grüße Euch, bleibt alle gesund und tragt weiterhin schön eure Masken bitte.

Bis dann,
Euer Malte

PS: Screenshots machen mit einer Hand kann ich nun auch 😉