Unterwasserschiff Ausleisten Antifouling

#1
Liebe Gemeinde,
bei der Bearbeitung meines VEB Piraten stehe ich jetzt kurz vor der Wende um 180 Grad und bin etwas unschlüssig über den Fortgang der Arbeiten. Dabei geht es um zwei separate Themen. Nummer eins: Eventuelles Ausleisten der Fugen des Unterwasserschiffes.
Die Arbeit habe ich nun bei den Deckfugen hinter mir - lief ganz gut, so dass ich über die gleiche Arbeit an der Unterseite nachdenke. Andererseits bin ich mir unsicher, ob ich mir damit wirklich einen Gefallen tue. Da ich nicht vorhabe nach dem Ausleisten eien GFK Behandlung folgen zu lassen, kann es ja durchaus sein, dass ich mir weniger Probleme mit dem Dichtquellen mit einer Deformation des Bodens bis hin zu Ablösungen von den Spanten erkaufe. Zumindest wird ja in dieser Richtung oft gewarnt - wobei ich nicht einschätzen kann, wie ernst diese Warnungen zu nehmen sind.
In der letzten Saison hat es ungefähr 2 Wochen gedauert, bis die Planken dichtgequollen waren - keine Ewigkeit.
Wenn ich nun aber auf die Aktion des Ausleistens verzichte, folgt das zweite Problem: Vorgehensweise bei der Beschichtung des Unterwasserschiffes.
Alles, was über das Thema Antifouling auf der Holzpiratenseite zu finden war, habe ich mir schon zu Gemüte geführt. Hat aber nicht zu einer klaren Strategie geführt.
Grundsätzlich wird ja erst ein Primer auf das (nach entsprechendem Schliff) rohe Holz aufgetragen, gefolgt vom Antifouling. Dabei wurde auf der Webseite an entsprechender Stelle jedoch betont, dass bei dieser Arbeit die Fugen der Planken noch dichtgequollen sein müssen, damit keine Beschichtung in die Fugen gelangt. Dies könnte das spätere Dichtquellen ernsthaft behindern. Heißt das, dass diese Arbeit nur im Herbst, kurz nachdem das Boot aus dem Wasser geholt wurde, zu bewerkstelligen ist? Oder was gibt es da für ander Tricks?
Nach Winterruhe und einsetzenden Frühlingstemperaturen sind meine Bodenfugen eher offen. Und: Feuchtes Holz schleift sich doch eher schlecht.
Also ihr seht: Ich bin etwas desorientiert und für jeden hilfreichen Hinweis dankbar. Dafür vielen Dank vorab. Grüße, Moritz
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#1
Liebe Gemeinde,
bei der Bearbeitung meines VEB Piraten stehe ich jetzt kurz vor der Wende um 180 Grad und bin etwas unschlüssig über den Fortgang der Arbeiten. Dabei geht es um zwei separate Themen. Nummer eins: Eventuelles Ausleisten der Fugen des Unterwasserschiffes.
Die Arbeit habe ich nun bei den Deckfugen hinter mir - lief ganz gut, so dass ich über die gleiche Arbeit an der Unterseite nachdenke. Andererseits bin ich mir unsicher, ob ich mir damit wirklich einen Gefallen tue. Da ich nicht vorhabe nach dem Ausleisten eien GFK Behandlung folgen zu lassen, kann es ja durchaus sein, dass ich mir weniger Probleme mit dem Dichtquellen mit einer Deformation des Bodens bis hin zu Ablösungen von den Spanten erkaufe. Zumindest wird ja in dieser Richtung oft gewarnt - wobei ich nicht einschätzen kann, wie ernst diese Warnungen zu nehmen sind.
In der letzten Saison hat es ungefähr 2 Wochen gedauert, bis die Planken dichtgequollen waren - keine Ewigkeit.
Wenn ich nun aber auf die Aktion des Ausleistens verzichte, folgt das zweite Problem: Vorgehensweise bei der Beschichtung des Unterwasserschiffes.
Alles, was über das Thema Antifouling auf der Holzpiratenseite zu finden war, habe ich mir schon zu Gemüte geführt. Hat aber nicht zu einer klaren Strategie geführt.
Grundsätzlich wird ja erst ein Primer auf das (nach entsprechendem Schliff) rohe Holz aufgetragen, gefolgt vom Antifouling. Dabei wurde auf der Webseite an entsprechender Stelle jedoch betont, dass bei dieser Arbeit die Fugen der Planken noch dichtgequollen sein müssen, damit keine Beschichtung in die Fugen gelangt. Dies könnte das spätere Dichtquellen ernsthaft behindern. Heißt das, dass diese Arbeit nur im Herbst, kurz nachdem das Boot aus dem Wasser geholt wurde, zu bewerkstelligen ist? Oder was gibt es da für ander Tricks?
Nach Winterruhe und einsetzenden Frühlingstemperaturen sind meine Bodenfugen eher offen. Und: Feuchtes Holz schleift sich doch eher schlecht.
Also ihr seht: Ich bin etwas desorientiert und für jeden hilfreichen Hinweis dankbar. Dafür vielen Dank vorab. Grüße, Moritz
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#2
Moin Moritz,
ich habe bei meiner Jolle unten die Spalten mit Sikaflex 291 braun abgedichtet und bin gut gefahren damit. Letztlich war ich froh nicht ausgeleistet zu haben, denn meine Planken sind die Jahre über weiter geschrumpft (Landlieger). Hätte ich das ausgeleistet, hätte es mir unten alles zerrissen. So ist nur meine Fugenmasse gerissen. Das habe ich der Einfachheit halber dann nachgespritzt, bis es ich letztes Jahr schließlich dann mal komplett neu verfugen musste wieder mit Sika. Erstaunt war ich, dass das Zeug auch nach über 15 Jahren noch elastisch war.

Einen großen Beitrag mit Video dazu, den du jetzt gut gebrauchen könntest, habe ich in Arbeit für die Homepage. Ich kann hier gerne ein paar Bilder vorab mal hochladen, wenn es dir hilft. Detailfragen beantworte ich gerne.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#2
Moin Moritz,
ich habe bei meiner Jolle unten die Spalten mit Sikaflex 291 braun abgedichtet und bin gut gefahren damit. Letztlich war ich froh nicht ausgeleistet zu haben, denn meine Planken sind die Jahre über weiter geschrumpft (Landlieger). Hätte ich das ausgeleistet, hätte es mir unten alles zerrissen. So ist nur meine Fugenmasse gerissen. Das habe ich der Einfachheit halber dann nachgespritzt, bis es ich letztes Jahr schließlich dann mal komplett neu verfugen musste wieder mit Sika. Erstaunt war ich, dass das Zeug auch nach über 15 Jahren noch elastisch war.

Einen großen Beitrag mit Video dazu, den du jetzt gut gebrauchen könntest, habe ich in Arbeit für die Homepage. Ich kann hier gerne ein paar Bilder vorab mal hochladen, wenn es dir hilft. Detailfragen beantworte ich gerne.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#3
Moin,
Bei meinem Wasserlieger ohne GFK-Beschichtung (die du ja auch nicht vorhast) bin ich mit dem Ausleisten ganz gut gefahren. Ich habe das Boot im Winter ausgeleistet (Wie ich am Deck leidvoll erleben musste, ist dann die Luftfeuchte recht hoch). Anschließend sind die Fugen sowieso dicht (nur einseitig verleimt, auf der Anderen Seite Sika für die Psyche), dass ich einfach den Primer (in meinem Falll Epifanes 2K Epoxy-Primer...) aufbringen konnte. Mein Boot lag zwischendurch auch mal drei Jahre an Land, hat das aber recht gut überlebt und ist immer nach ein Paar Tagen fast dicht. Ich würde mir mit dem Nicht-Lackieren der Spalten nicht allzu viele Gedanken machen, falls du das Holz von innen nicht vollkommen lackiert hast. Meine Bilge ist mit Owatrol getränkt und dadurch offenporig...

Viel Erfolg!
SEA-YA
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#3
Moin,
Bei meinem Wasserlieger ohne GFK-Beschichtung (die du ja auch nicht vorhast) bin ich mit dem Ausleisten ganz gut gefahren. Ich habe das Boot im Winter ausgeleistet (Wie ich am Deck leidvoll erleben musste, ist dann die Luftfeuchte recht hoch). Anschließend sind die Fugen sowieso dicht (nur einseitig verleimt, auf der Anderen Seite Sika für die Psyche), dass ich einfach den Primer (in meinem Falll Epifanes 2K Epoxy-Primer...) aufbringen konnte. Mein Boot lag zwischendurch auch mal drei Jahre an Land, hat das aber recht gut überlebt und ist immer nach ein Paar Tagen fast dicht. Ich würde mir mit dem Nicht-Lackieren der Spalten nicht allzu viele Gedanken machen, falls du das Holz von innen nicht vollkommen lackiert hast. Meine Bilge ist mit Owatrol getränkt und dadurch offenporig...

Viel Erfolg!
SEA-YA
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#4
Moin Moritz,
bei meinem Piraten (Landlieger) habe ich bei der Restauration schon ein verspachteltes Unterwasserschiff vorgefunden. Ich habe nur die lose Verspachtelung rausgenommen und die Fugen mit angedicktem Epoxidharz sauber verspachtelt. Danach habe ich alles geschliffen, dreimal mit verdünnten Bootslack gestrichen und dann dreimal ohne Verdünnung. Meinen Bilgenbereich habe ich ebenso nur mit Klarlack gestrichen und hatte gedacht, dass das Holz so wasserdicht versiegelt sei. Das Boot war auch nach dem Wasserlassen ziemlich gut dicht. Mir viel aber im folgenden Winter am Unterwasserschiff etwas auf. An zwei Stellen an den Stößen sind die Planken etwas geschrumpft, sodass sich dort ein winziger Spalt gebildet hatte. Die Spachtelmasse war aber total fest. Ich habe dann einfach Sikaflex (super Zeug) genommen und damit diese Spalten gefüllt.  Wenn die Planken also wieder quellen, wird das Sikaflex einfach zusammengedrückt.
Ich würde Dir aber auch total abraten, ein Leichenhemt, Deinem schönen Boot zu verpassen. Ein Bootsbauer erzählte mir mal: "Ein offenes Boot mit GFK zu beziehen ist totaler quatsch, da in so ein Boot immer Spritz- oder Regenwasser hinein kommt. Da das Wasser ja Süßwasser ist (Salzwasser konseviert ja) würde das Boot von innen nach außen wegrotten."
Auch kann sich natürlich zwischem dem GFK und dem Holz Wasserblasen bilden und so das Boot langsam zersetzten.
Die Planken im Bilgenbereich trockenen  im Sommer sehr stark und bilden nach längerer Zeit große Risse, sodass das Boot ohne GFK-Hemd nicht mehr schwimmen könnte.
Das Bild, dass ich angehängt habe zeigt ein sehr alten Holzpiraten der schon 30 Jahre mit einem GFK-Bezug lebt.
Ich würde nach meiner Meinung nach das Unterwasserschiff verspachteln oder Sikaflex wie Malte nehmen.
Mit vielen Holzpiratengrüßen 
Lukas


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#4
Moin Moritz,
bei meinem Piraten (Landlieger) habe ich bei der Restauration schon ein verspachteltes Unterwasserschiff vorgefunden. Ich habe nur die lose Verspachtelung rausgenommen und die Fugen mit angedicktem Epoxidharz sauber verspachtelt. Danach habe ich alles geschliffen, dreimal mit verdünnten Bootslack gestrichen und dann dreimal ohne Verdünnung. Meinen Bilgenbereich habe ich ebenso nur mit Klarlack gestrichen und hatte gedacht, dass das Holz so wasserdicht versiegelt sei. Das Boot war auch nach dem Wasserlassen ziemlich gut dicht. Mir viel aber im folgenden Winter am Unterwasserschiff etwas auf. An zwei Stellen an den Stößen sind die Planken etwas geschrumpft, sodass sich dort ein winziger Spalt gebildet hatte. Die Spachtelmasse war aber total fest. Ich habe dann einfach Sikaflex (super Zeug) genommen und damit diese Spalten gefüllt.  Wenn die Planken also wieder quellen, wird das Sikaflex einfach zusammengedrückt.
Ich würde Dir aber auch total abraten, ein Leichenhemt, Deinem schönen Boot zu verpassen. Ein Bootsbauer erzählte mir mal: "Ein offenes Boot mit GFK zu beziehen ist totaler quatsch, da in so ein Boot immer Spritz- oder Regenwasser hinein kommt. Da das Wasser ja Süßwasser ist (Salzwasser konseviert ja) würde das Boot von innen nach außen wegrotten."
Auch kann sich natürlich zwischem dem GFK und dem Holz Wasserblasen bilden und so das Boot langsam zersetzten.
Die Planken im Bilgenbereich trockenen  im Sommer sehr stark und bilden nach längerer Zeit große Risse, sodass das Boot ohne GFK-Hemd nicht mehr schwimmen könnte.
Das Bild, dass ich angehängt habe zeigt ein sehr alten Holzpiraten der schon 30 Jahre mit einem GFK-Bezug lebt.
Ich würde nach meiner Meinung nach das Unterwasserschiff verspachteln oder Sikaflex wie Malte nehmen.
Mit vielen Holzpiratengrüßen 
Lukas


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#5
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für die nützlichen Tips.
Inzwischen habe ich mich entschieden von Ausleistungsaktionen abzusehen. Wenn man das Unterwasserschiff eben nicht mit GFK beschichtet, den Kontakt mit Wasser zulässt, muss man dem Holz auch eine gewisse Bewegungsfreiheit gestatten. Also erstmal den alten Belag runter, dann einen Chlorkautschukprimer und Antifouling (ich werde mich wohl an die Produktlinie von v. Höveling halten - hat mir beim Boot eines Bekannten gut gefallen, insbesondere die Überwasserbehandlung mit Lacköl, die recht pflegeleicht zu sein scheint), und dann die Fugen behandeln mit Ettan Nahtwachs, was wohl den Vorteil hat, dass es beim Quellen nicht im Weg ist, sondern tendenziell aus den Fugen wieder herausgedrückt wird. Dafür muss man die Behandlung allerdings im nächsten Winter wiederholen. Na mal sehen. Wenn´s allzusehr nervt, kann ich ja immer noch auf Sika oder Pantera umsteigen.
Kollegiale Grüße von Moritz
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#5
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für die nützlichen Tips.
Inzwischen habe ich mich entschieden von Ausleistungsaktionen abzusehen. Wenn man das Unterwasserschiff eben nicht mit GFK beschichtet, den Kontakt mit Wasser zulässt, muss man dem Holz auch eine gewisse Bewegungsfreiheit gestatten. Also erstmal den alten Belag runter, dann einen Chlorkautschukprimer und Antifouling (ich werde mich wohl an die Produktlinie von v. Höveling halten - hat mir beim Boot eines Bekannten gut gefallen, insbesondere die Überwasserbehandlung mit Lacköl, die recht pflegeleicht zu sein scheint), und dann die Fugen behandeln mit Ettan Nahtwachs, was wohl den Vorteil hat, dass es beim Quellen nicht im Weg ist, sondern tendenziell aus den Fugen wieder herausgedrückt wird. Dafür muss man die Behandlung allerdings im nächsten Winter wiederholen. Na mal sehen. Wenn´s allzusehr nervt, kann ich ja immer noch auf Sika oder Pantera umsteigen.
Kollegiale Grüße von Moritz
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#6
Hallo Moritz,

wie oben schon angeboten poste ich mal exklusiv vorab (bevor ich den Betrag im Blog veröffentliche irgendwann) vier Bilder von meiner Unterwasserschiff Behandlung - dem Abdichten mit Sikaflex 291 braun.

Bild 1 - Baumwollfaden eingelassen zwischen die Spanten
   
Bild 2 - mit diesen Spachtel erzeuge ich eine konvexe Nut
   
Bild 3 - Sikaflex in den Spalt eingebracht und mit dem Spachtel abgezogen. Überständen schnell entfernen und wegschleifen
   
Bild 4 - nach der Lackierung
   

Von Ettan bin ich auch begeistert (schon besorgt) und werde es dieses Jahr erstmalig im Oberwasserbereich bei meiner "Sommerplanke" ausprobieren. Mal sehen wieviel Wasser "beim Lage schieben" dann noch reinläuft.

Halte uns auf dem Laufenden bitte und mach ein paar Bilder.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#6
Hallo Moritz,

wie oben schon angeboten poste ich mal exklusiv vorab (bevor ich den Betrag im Blog veröffentliche irgendwann) vier Bilder von meiner Unterwasserschiff Behandlung - dem Abdichten mit Sikaflex 291 braun.

Bild 1 - Baumwollfaden eingelassen zwischen die Spanten
   
Bild 2 - mit diesen Spachtel erzeuge ich eine konvexe Nut
   
Bild 3 - Sikaflex in den Spalt eingebracht und mit dem Spachtel abgezogen. Überständen schnell entfernen und wegschleifen
   
Bild 4 - nach der Lackierung
   

Von Ettan bin ich auch begeistert (schon besorgt) und werde es dieses Jahr erstmalig im Oberwasserbereich bei meiner "Sommerplanke" ausprobieren. Mal sehen wieviel Wasser "beim Lage schieben" dann noch reinläuft.

Halte uns auf dem Laufenden bitte und mach ein paar Bilder.
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#7
Hallo Moritz,
April ist laaange her. Was hast du seit dem gemacht an deinem Boot? Ich bin neugierig :-)
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#7
Hallo Moritz,
April ist laaange her. Was hast du seit dem gemacht an deinem Boot? Ich bin neugierig :-)
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#8
Hi Malte,
Mensch hab ich gar nicht mit gerechnet, dass mein alter Beitrag nochmal zu Ehren kommt.
Also so ging die Geschichte weiter: Das Boot aufs Gesicht gelegt und jegliche Beschichtung bis aufs rohe Holz entfernt, was beim seitlichen Klarlack noch ganz gut mit Heißluftpistole und anschließendem Schleifen mit Bandschleifer, Rotex und Schwingschleifer (in Reihenfolge) zu bewerkstelligen war. Unterwasserschiff war ´ne große Schweinerei - muss ich wahrscheinlich keinem erzählen, der es schon mal gemacht hat. Mein wichtigstes Utensil: Eine Atemmaske mit Organikvorsatz. Ging noch am besten mit Bandschleifer und 60er Papier. Habe auch mal die Metabo Lackfräse ausprobiert, die aber teilweise etwas schwer zu kontrolleren war, besonders bei nicht flachem Untergrund und das Holz in relativ rauhem Zustand zurückließ. Man muss ja nicht mehr abtragen, als unbedingt nötig.
Das Holz des Unterwasserschiffs war aber noch in ganz hübschem Zustand, die Fugen allerdings breiter als in beschichtetem Zustand erkenntlich. Saß schon einiges an Spachtel oder was auch immer drin. Da habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und ausgeleistet, sprich mit der Oberfräse ungefähr 5 x 5 mm aufgefräst und Mahagonyleisten mit Epoxidharz (einseitig) eingeklebt.
Nach dem Schleifen - ich hatte mich nun doch für Epifanes Produkte entschieden- das Unterwasserschiff mit Unterwasserprimer grundiert, die Seiten mit Bootslack, klar. Tja, und dann wurde der Arbeitselan durch einen Bandscheibenvorfall mit OP erstmal beendet. Für dieses Jahr keine weiteren Arbeiten und Segelverbot - bitter!
Also leider auch kein Besuch beim Holzpiratenfestival.
Ob ich meine Vorgehensweise weiterempfehlen kann, muss sich erst noch erweisen. Aber da werde ich dann wohl nächstes Jahr hoffentlich drüber berichten können.
Leider war ich faul mit Photos machen - ärgert mich jetzt schon etwas.
Erstmal viele Grüße und bis demnächst, Moritz
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#8
Hi Malte,
Mensch hab ich gar nicht mit gerechnet, dass mein alter Beitrag nochmal zu Ehren kommt.
Also so ging die Geschichte weiter: Das Boot aufs Gesicht gelegt und jegliche Beschichtung bis aufs rohe Holz entfernt, was beim seitlichen Klarlack noch ganz gut mit Heißluftpistole und anschließendem Schleifen mit Bandschleifer, Rotex und Schwingschleifer (in Reihenfolge) zu bewerkstelligen war. Unterwasserschiff war ´ne große Schweinerei - muss ich wahrscheinlich keinem erzählen, der es schon mal gemacht hat. Mein wichtigstes Utensil: Eine Atemmaske mit Organikvorsatz. Ging noch am besten mit Bandschleifer und 60er Papier. Habe auch mal die Metabo Lackfräse ausprobiert, die aber teilweise etwas schwer zu kontrolleren war, besonders bei nicht flachem Untergrund und das Holz in relativ rauhem Zustand zurückließ. Man muss ja nicht mehr abtragen, als unbedingt nötig.
Das Holz des Unterwasserschiffs war aber noch in ganz hübschem Zustand, die Fugen allerdings breiter als in beschichtetem Zustand erkenntlich. Saß schon einiges an Spachtel oder was auch immer drin. Da habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und ausgeleistet, sprich mit der Oberfräse ungefähr 5 x 5 mm aufgefräst und Mahagonyleisten mit Epoxidharz (einseitig) eingeklebt.
Nach dem Schleifen - ich hatte mich nun doch für Epifanes Produkte entschieden- das Unterwasserschiff mit Unterwasserprimer grundiert, die Seiten mit Bootslack, klar. Tja, und dann wurde der Arbeitselan durch einen Bandscheibenvorfall mit OP erstmal beendet. Für dieses Jahr keine weiteren Arbeiten und Segelverbot - bitter!
Also leider auch kein Besuch beim Holzpiratenfestival.
Ob ich meine Vorgehensweise weiterempfehlen kann, muss sich erst noch erweisen. Aber da werde ich dann wohl nächstes Jahr hoffentlich drüber berichten können.
Leider war ich faul mit Photos machen - ärgert mich jetzt schon etwas.
Erstmal viele Grüße und bis demnächst, Moritz
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#9
Interessant Moritz,
Bilder vom Lack fräsen hätten mich sehr interessiert (Gerät und Ergebnis)
Nächstes Jahr geht es weiter! Dir erst mal alles Gute für die Gesundheit und bleib bitte dran!
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#9
Interessant Moritz,
Bilder vom Lack fräsen hätten mich sehr interessiert (Gerät und Ergebnis)
Nächstes Jahr geht es weiter! Dir erst mal alles Gute für die Gesundheit und bleib bitte dran!
Schönen Halbwind!___________/)___/)____/)__

Malte

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#10
Moin Moritz,

was Du beschrieben hast hat Hand und Fuß. So habe ich es auch vor vielen Jahren gemacht und bisher habe ich damit keine Probleme. Ich denke Du wirst damit auch gut fahren und vor allem von unten Trocken segeln, so es Dein Rücken wieder mit macht.
Ich wünsche jedenfalls eine schnelle Genesung!
Grüße von der Ostsee

Moritz
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#10
Moin Moritz,

was Du beschrieben hast hat Hand und Fuß. So habe ich es auch vor vielen Jahren gemacht und bisher habe ich damit keine Probleme. Ich denke Du wirst damit auch gut fahren und vor allem von unten Trocken segeln, so es Dein Rücken wieder mit macht.
Ich wünsche jedenfalls eine schnelle Genesung!
Grüße von der Ostsee

Moritz
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