Bootswerften

Ich glaube es gibt nichts schöneres als eine alte Werftplakette, um Gewissheit über Alter und/oder Herkunft seines Holzpiraten zu gewinnen. Am bekanntesten sind die beiden großen Werften VEB Yachtwerft Berlin aus der DDR und Abeking & Rasmussen, Lemwerder bei Bremen. Aber es gibt noch andere sehr bekannte Werften.

Bilder sagen mehr als Worte:

ABEKING & RASMUSSEN Werftplakette (1948) – siehe Pirat G116

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ABEKING & RASMUSSEN Werftplakette (1962)

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VEB Werftplaketten (1952-1965)

 

FRICKE Werftplakette

 

HEIN Werftplakette

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BÜNNER Werftplakette (19??)

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BÜNNER und FUHLENDORFF Werftplakette (1972)

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JONNY BOLL Werftplakette

 

OTTO BOLLFRASS Werftplakette

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BURKHART Werftplakette

 

JOHN DE DOOD Werftplakette

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MAURUS Werftplakette (1965)

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BRUNO STEFFEN Werftplakette (1954)

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J. u. K. Heitzinger, Yacht u. Bootsbau, Attersee

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Bernhard Dornheim, Jacht- und Bootswerft, Hamburg (1962)

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Natürlich wurden die Piraten noch bei einigen anderen Werften gebaut. Leider habe ich keine Bildmuster hierfür vorliegen. Ich freuen daher sehr, falls Sie mir Ihre Werftplakette von Ihren Holzpiraten als Bild zusenden würden.

Vom DSV liegt mir ein Segelnummernverzeichnis für die Piraten vor. In diesen unvollständigen Daten ist auch oftmals die Werft vermerkt. Ich habe über 2.000 Einträge verglichen und komme zu einer interessanten Verteilung, die aber wegen ihrer Unvollständigkeit (nicht alle Segelnummern sind vorhanden und nicht immer sind die Einträge vollständig) mit Vorsicht zu genießen ist. So ist z.B. die Anzahl der Holzpiraten von VEB viel zu niedrig in den Unterlagen, da weitestgehend nur die Holzpiraten aus Westdeutschland vorliegen (VEB Unterlagen gelten als verloren während der Wiedervereinigungszeit). Ebenso ist bekannt, dass A&R 534 Holzpiraten baute (eigene Seite zu A&R Holzpiraten siehe hier). In unseren Unterlagen taucht die Werft jedoch nur mit 301 Booten auf.

Über 300 Pirat Segeljollen haben keine Angabe zur Werft oder den Eintrag „Eigenbau“. Knapp 200 Pirat Segeljollen haben Werften vermerkt, die nur bei maximal 4 Booten genannt werden. Diese Werften lasse ich in der nun folgenden Übersicht mit über 1.800 Pirat Segeljollen außer Acht:

Name der Werft (Anzahl der gebauten Pirat Segeljollen*)

*gemäß unvollständigen DSV-Segelnummernverzeichnis 
 
  • HEIN (425) –> siehe Plakette oben
  • ABEKING & RASMUSSEN (301) –> siehe Plakette oben
  • SCHNEIDEREIT (217)
  • FRICKE & DANNHUS (109) –> siehe Plakette oben
  • LINNEKUHL (108)
  • HENRIKSEN (98)
  • VEB (83)  –> siehe Plakette oben
  • BÜNNER (80)  –> siehe Plakette oben
  • BOLL (25)  –> siehe Plakette oben
  • WALSER (23)
  • KOTHER (18)
  • EBERHARDT (17)
  • BERGNER & FUCHS (17)
  • STEFFEN (16)  –> siehe Plakette oben
  • BOLLFRAS (15)  –> siehe Plakette oben
  • SCHMIDT (13)
  • SATTLER (11)
  • BAUMANN (11)
  • FUHLENDORFF (9)
  • MÜLLER, Bernd (8)
  • DE DOOD (8)  –> siehe Plakette oben
  • THOMAS (6)
  • STEINLECHNER (6)
  • FELTZ (6)
  • CHOJNICE (6)
  • SCHMELZ (5)
  • SCHLICHTING (5)
  • REINICKE (5)
  • MICHELSEN (5)
  • BURKHART (5)  –> siehe Plakette oben

Wer mehr zu den Werften (wie Adresse usw.) erfahren möchte, dem empfehle ich sich zwei  PDF Dokumente von Classic-Forum.org sich anzusehen:

Natürlich gibt es auch viele Holzpiraten ohne Werftplakette. Der Pirat wurde gerne auch als Eigenbau gefertigt, was durch seine einfache Rumpfform in Knickspantbauweise erleichtert wurde und so zur schnellen Verbreitung dieser Jollenklasse nach dem 2.Weltkrieg beitrug. Manche Werften hatten keine Plaketten, sondern z.B werfttypische Einkerbungen im Kielschwein (leider habe ich auch hierzu kein Bild als Muster, Sie vielleicht?).

Ich würde gerne weitere Bilder von Werftplaketten hier zeigen. Wenn Ihr Holzpirat eine Plakette besitzt die oben fehlt, würde ich mich über ein Foto sehr freuen.

10 Gedanken zu „Bootswerften

  1. Hallo, unbewusst bin ich über diese webseite gestolpert.
    Ich besitze eine Holzpirat der VEB Yachtwerft Berlin-Friedrichshagen mit der der schwarzen Plakete des Herstellers. Typennummer 017 /Baunummer 1068 (welche auch an der Rückseite des Schwertkastens eingetanzt ist) Baujahr 1958.
    Die Segelnummer ist 2268, ohne G bzw. GO…
    Das Boot wurde bis vor 2 Jahren gesegelt, südlich von Berlin auf dem Motzensee.
    Es war ein Scheunenfund und wurde 2007 wieder renoviert bzw. inzwischen mehrfach technisch und optisch aufgewertet. Da ich an die 70 Jahre gehe, szeht das Boot jetzt zum Verkauf.
    Ach ja, das Boot ist mit alten Regattabeschlagen versehen….welche ziemlich einmalig sein könnten. Bilder kann ich auf Wunsch gern zur Verf. stellen.

    Gruss Nobby

  2. Hallo Nobby,

    steht Ihr Pirat noch zum Verkauf?
    Wenn ja, ist es möglich Bildmaterial zu bekommen?
    Es wäre schön, wenn Sich Sich bei mir unter email@geloescht.de melden würden.

    Besten Gruß,
    Catharina Wegener

  3. Hallo,
    ich bin sent 1989/1962 Besitzer des AR Piraten mit der Segeknummer 2121.
    Das Boot wurde 1962 bei A&R gebaut. Eine Foto der Plakette kann jederzeit beigesteuert werden. Der Pirat liegt seit 1986 bei Bobby Reich auf der Außenalster in Hamburg.
    Viele Grüße
    Udo Knappstein

  4. Hallo Piratenfreunde,
    erstmal Danke für die tolle Seite…
    Ich baue seit 2 Jahren an einem Holzpiraten Bj. 1954, dieses jahr wird wieder gesegelt…
    Dabei ist und war mir diese Seite eine große Hilfe.
    Bilder gibt´s vieleicht auchmal…
    Meine Jolle wurde 1954 bei Jachtwerft Berlin Köpenick vom Stapel gelassen.
    Das Typschild ist leider nicht mehr so gut zu lesen:
    VEB Jachtwerft Berlin Köpenick / Typnr.: 017 / Baunr.: 191 0013.2 Baujahr 1954
    Kann jemand das Logo als PDF beisteuern??
    Ich möchte nähmlich das schild nachmachen.
    Danke im Voraus
    F. Tschannerl

  5. Die Bünner und Fuhlendorff Plakette ist aus dem Jahr 1972 und aus einem Holzpiraten, dieser ist seit 2013 in meinem Besitz. Die dazugehörige DSV Segelnummer ist 2998. Sollte noch jemand etwas zu dem Schiff und seiner Geschichte sagen können bitte melden! dieter.koebke@freenet.de MfG. Bommel

  6. Von Bernie Dornheim habe ich in den 60iger Jahren ein Micky Boot gefahren, die Klasse wurde auch „Puschen“ genannt und sie wurde in Sperholz mit plattem Boden gebaut, wurde von 11 bis 16 gesegelt und „Onkel Berni“ hat den Segelsport insofern gesponsert, als er vom Hamburger SC die Boote in den norddeutschen Raum transportierte und Material ersetzte, so dieses denn kaputt ging.
    Ich habe vom Lübecker SV vor 5 oder 6 Jahren einige Vereins Puschen bei Ebay gesehen. Auf jeden Fall ist dieser Bernhard Dornheim der Bootsbauer.

    • Grüße dich Peter!
      Mensch danke dir für diese schöne Geschichte von dir zur Dornheim Bootswerft.

      Was macht dein Pirat? Lässt du den dieses Jahr noch zu Wasser oder willst du ihn weiterhin verkaufen? Wenn ich dir dabei helfen kann melde dich, ja? Schönen Gruß Malte

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