Lenzklappen dicht

Ich habe bei meinem Boot die Lenzklappenöffnungen im Rumpf seinerzeit verschlossen. Dort sammelt sich immer Wasser, Sand und Dreck. Das Schließen der Lenzklappen war mir so nicht sicher genug. Neben dem Schwertkasten sollte es einen neuralgischen Punkt weniger sein.

Hier ein funktionstüchtiges Muster:

So sieht das ggf. später aus wie bei Lukas:

Bei mir waren sie ausgebaut und die Planke hatte nur noch etwa die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke.

Mir war klar das ich so etwas nicht mehr haben wollte und lieber Wasser schöpfen wollte. Ich habe dieses Loch also mit einem Stück Holz geschlossen und innen eine Lage Mahagoni Funier aufgebracht. So sieht das heute aus.

Innen Steuerbord

Innen Backbord

Das Anpassen ist Millimeterarbeit. Die schwarzen Flecken kommen von den ehemaligen Schrauben.

Ehemalige Lenzklappenöffnung – außen backbord

Ehemalige Lenzklappenöffnung – außen steuerbord

Habt ihr auch Lenzer? Bei GFK-Piraten sind diese heutzutage an der Seite, nahe der Wasserlinie angebracht. Dort sammelt sich nicht so viel Sand und Dreck an, welches ein Schließen behindern würde.

3 Gedanken zu „Lenzklappen dicht

  1. Durch den Einbau solcher Lenzer schafft man ja auch Stirnholzflächen in der Bilge. 🙁 Ich habe sie auch nicht wieder eingebaut, nachdem ich die Planken neben dem Kiel repariert hatte. Sind wahrscheinlich auch nur auf Regattabooten sinnvoll, um nach der Kreuz das Wasser auf Raumschootkurs bei entsprechenden Speed wieder zu lenzen.

  2. Moin zusammen,
    der Einbau solcher Lenzer in den Holzrumpf deutlich unter der Wasserlinie ist immer problematisch, da hier unweigerlich Faulstellen entstehen über kurz oder lang. Außerdem ist die Bedienung dort auch eher suboptimal.
    Natürlich gibt es Ausnahmen wenn das Boot kein Wasserlieger ist. Das ist aber bekanntlich beim Holzrumpf ohne entsprechende Behandlung nicht möglich.
    Diese Lenzer schließen auch nicht immer 100% dicht und Sand und Dreck mögen die garnicht.
    Bei den modernen GFK Piraten geht das auch nur oberhalb des Knicks, da diese mit einem doppelten Boden ausgebaut sind. D.h. da wo bei uns die Bodenbretter liegen, ist bei denen ein nach unten hin dichter Boden und Wasser kann gar nicht so weit nach unten laufen wie beim Holzrumpf.
    Ich habe schon oft über die Einbaumöglichkeiten nachgedacht, aber bin immer zu dem Schluß gekommen, daß es bei einem Holzrumpf nur Sinn macht, wenn man die Position oberhalb der Wasserlinie wählt, dann aber ist es so, daß das Wasser da garnicht hinkommt um heraus laufen zu können. Fazit: Wenn Wasser ins Boot kommt einfach drin lassen bis man Zeit hat es wieder heraus zu pützen oder zu pumpen. Spätestens nach dem Anlegen am Steg.
    Grüße Moritz

  3. Ich habe sie bei mir nach der Restaurierung wieder eingebaut. Die meiste Zeit sind sie aber von außen durch Tape abgedichtet. Durch diesen Kompromiss erhalte ich mir die Möglichkeit bei stärkerem Wind und Welle die Lenzer zu nutzen (macht wie angesprochen auch nur bei genügend Speed Sinn) bei wenig Wind und Welle bzw. Wasser im Boot jedoch trocken zu segeln.
    Vorteilhaft ist in meinem Fall aber auch, (durch das Trockenliegerkonzept) dass ich jederzeit von unten an die Lenzer herankomme.

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