Verklicker reparieren

Die Saisonlieger kennen es: nach monate- oder gar jahrelangen Wehen im Wind sind Flaggen und selbst die kleinen Verklickerfähnchen irgendwann zerfranzt, müssen also ersetzt werden.

Gunnar P. zeigte mir hierzu einen schönen Reparaturtipp. Er hat einfach den Stoff eines kaputten Regenschirms genommen und ihn geklebt statt genäht. Ich bin gespannt, ob und wie lange das hält.

Natürlich ist das kein Tipp ausschließlich für Holzpiraten Jollensegler 😉

Weiße Fender – schön, aber …

Zu einem Holzrumpf einer Segeljolle sehen weiße Fender zweifellos sehr schick aus. Leider ist die eigentliche Aufgabe schnell übersehen: den Rumpf vor Schäden zu bewahren und auf Abstand zu halten von anderen Booten oder dem Land. Letzteres ist im Regelfall nicht gerade sauber und so sehen dann die neuen Fender auch ganz schnell aus:

Dieses Fotos zeigt sehr deutlich „das Problem“. Es empfehlen sich daher eher dunkelfarbige Fender… 🙂

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Bronzeschrauben

Bei der Restaurierung meines Holzpiraten G 451 Störtekeber (mehr hier) musste ich so manche weggerostete Schraube ersetzen. Vergammelte Schrauben hinterlassen schwarze Verfärbungen im Holz, was an manchen Stellen schon unschön aussieht, aber letztlich zu einem alten Holzboot optisch mit dazugehört. Im Innenschiff musste ich bei den Nahtspanten leider Dutzende neue Schrauben setzen, die Verbindung zu den Planken und somit die Dichtigkeit wahr leider nicht mehr gegeben.

Bei neuen Schrauben bieten sich nichtrostende Schrauben an: aus Edelstahl oder schöner: aus Bronze. Letztere sind nun einmal nicht im Baumarkt um die Ecke zu finden. Als Bezugsquelle wurde ich bei der Firma Toplicht in Hamburg fündig. Dieser Schiffsausrüster hat Gegenstände im Sortiment, die man bei den üblichen Ausrüstern nicht findet. Ich empfehle daher allen Interessierten einfach den Katalog sich zusenden zu lassen.

Die von mir verwendeten Schrauben waren 3,5 mm x 20 mm für die Nahtspanten und 5 mm x 40 mm für restliche Reparaturen.

ALT neben NEU – die Schlitze der Schrauben sind in Bootslängsrichtung ausgerichtet.

Wie man der grünen Patina ansieht, liegt die Restaurierung schon etwas länger zurück.

Die goldene Göhl bei A&R Holzpiraten

Ein Tipp von Karen und Arne Suter hat mich erreicht zum Thema goldene Göhl bei den A&R Holzpiraten. Vielen Dank an Euch beide!

Wir haben viele Experten nach einer geeigneten Farbe für die Lackierung der A&R Göhl gefragt. Eine Blattgoldeinlage wurde hierbei meist empfohlen. Eine Alternative haben wir im Forum Freundeskreis Klassischer Yachten gefunden. Hier nun unsere Erfahrung mit dem Metalleffektlack „Gold“ von Eckhart:

Mein Mann hat sich nun die güldene Göhl vorgenommen. Der Forenhinweis auf diesen Goldlack war Goldwert!! Gute Deckkraft, leicht zu verarbeiten, hervorragendes Ergebnis und die Lieferung ging ganz fix. www.restaurus.de , die kleine Dose reicht. Art. 82173

Der 1 K Goldlack hält ganz prima auf Epifanes. Die Deckkraft ist bereits beim ersten Auftrag ausreichend. Ich habe den Lack mit einem herkömmlichen Tuschkastenpinsel aufgetragen. Ein zweiter, sehr dünner Pinsel diente mir zum Einbringen von Lack in die sehr dünnen Vertiefungen. Bei diesem Pinsel habe ich die Borsten noch auf ca. 5 mm gekürzt. Das Ergebnis ist zur vollen Zufriedenheit ausgefallen. Nun ist der volle Glanz vorhanden.

Hier die goldene Göhl am Bug des A&R Holzpiraten …

… und hier die goldene Göhl am Heck des A&R Holzpiraten:

Wir wünschen allen eine tolle Saison auf dem Wasser! Jetzt hat die Sehnsucht nach Meer und See bald ein Ende. Nur noch alle abmontierten Teile wieder zurück an die richtige Stelle anbringen … und dann ab ins Wasser!

Karen und Arne Suter

Ergänzender Hinweis:
wenn Sie mehr über A&R Holzpiraten erfahren möchten, so sehen Sie sich noch diese Seite bei uns an. 

Bodenbrett für Bug – nicht nur für Wandersegler

Ich möchte hier gerne eine Erweiterung für den Holzpiraten vorstellen, die nicht in den Bauplänen (Blatt 1 und 2) vorgesehen ist, sich jedoch in der Praxis bei mir als große Hilfe bewährt hat.

Ich habe mir für den Bugbereich dieses Bodenbrett gebaut:

Bodenbrett für den Bug im Holzpiraten

Die Vorteile  sind schnell ersichtlich:

  • mitgenommen Ausrüstung kommt nicht mit Wasser von unten in Kontakt
  • Taschen können leicht bis ganz nach vorne unter das Deck geschoben werden ohne an den Spanten hängen zu bleiben (= bessere Raumausnutzung)
  • das zusätzliche Gewicht ist vernachlässigbar

Bevor man die Säge an das richtig gute Holz ansetzt (in meinem Fall Mahagoni), empfiehlt es sich eine Schablone vorher anzufertigen, um die richtigen Abmessungen und Auflagepunkte zu testen.