Meine alten Beschläge

Neulich habe ich beim Aufräumen die Tüte mit den alten Beschlägen meiner Holzpiraten Segeljolle gefunden. Als ich das Boot damals im Jahr 2000 für umgerechnet 200 EUR kaufte, hatte schon jemand sich an der Restaurierung versucht und aufgegeben. Das Deck am Bug war abmontiert und auch alle Beschläge abgeschraubt worden. Wohin kommt das alles, fragte ich mich, denn eine Vorlage wie meine Seite mit den Detailfotos gab es damals nicht im Internet.

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Schließlich habe ich fast alles neu kaufen müssen, da die alten Beschläge rott und nicht erhaltenswert in meinen Augen erschienen. Den Baumniederholer werde ich aber wohl wieder montieren, den kann ich noch gebrauchen 🙂

Ein Holz-Opti zur Abwechslung – Teil3

Mike Dauda hat sich wieder gemeldet mit weiteren Fotos vom Bau des Optimisten für seinen Sohn.

Dears,
2 weeks passed since my last post, again quite some things happened and we’re beginning to see the end of our road … it’s really exciting …

  • we managed to carry the hull back up into the attic after the bottom-flat-grinding activity … just before it started raining
  • coating has begun … this is a somewhat time consuming process … not so much in labor time but in wait-for-drying time 😉

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two layers of pre-coating + 320grit/wet sanding
and I **love** wet sanding … no dust … no dirt … no changing of sand paper

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Two layers of final coating
the 2nd pass was diluted with ca. 10% of solvent
surface already has a very professional look

A’ s comment: “what a pitty it will be under water most time”

One more pass to go (maybe after a 400grit/wet grinding pass – depends on timing)

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a bit more of varnishing (daggerboard)

aaand … (big drum roll …)

the first name sticker applied !!! (see top right)

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Last Thursday Paul & I went on a big shopping tour for hardware, spars, sail, bouyancy bags and all

3) still waiting for responses from IODA re registration procedure and from the measurement official re date for first measuring of the hull

Kennt jemand so eine Göhl?

Moin,moin zusammen,
mich hat Björn angeschrieben. Er hat einen Holzpiraten und ist auf der Suche nach der Historie zu seinem Boot. Es hat eine Göhl und eine Baunummer 2026. Der Ausführung nach ist das keine A&R Jolle. Anbei ein paar Auszüge aus seinen Mails:

Göhl am Bug

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Göhl am Heck

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Hallo,
mir ist vor einem Jahr ein Holzpirat in die Hände gekommen. Die Substanz war nicht mehr so gut, aber besser als erwartet, sodaß ich mich dazu entschlossen habe das Boot wieder aufs Wasser zu bringen, aber vorerst keine Komplettrestauration vorzunehmen. Seitdem habe ich voller Begeisterung die Beiträge auf dieser Seite gelesen.

Leider gibt es zur Historie des Bootes, außer daß es auf der Elbe gesegelt wurde, keine Angaben. Eine Herstellerplakette existiert nicht, das Deck scheint schon einmal sehr unprofessionell mit Sperrholz erneuert worden zu sein und Schadstellen im Schergang wurden einfach unter einer breiten Scheuerleiste versteckt.

Bei den Reparaturarbeiten habe ich nun die Baunummer 2026 unter einer dicken Teerschicht entdeckt. Da das Boot zusätzlich eine ganz hübsche Ziergöhl besitzt habe ich mittlerweile die Hoffnung näheres zur Herkunft zu erfahren. Ich würde mich freuen wenn mir einer von Euch weiterhelfen könnte.
Beste Grüße,
Björn

Diese Baunummer war unter dickem Teer versteckt

BjörnS-Holzpirat-Baunummer

BjörnS-Holzpirat-P1300178

Leider ist an dem Boot nur noch sehr wenig im Originalzustand und der ganze Innenraum ist mit Teer ausgepinselt. Ich würde denken es hat mal einer Segelschule oder einem Bootsverleih gehört, aber keinem Privateigner der sich liebevoll um sein Schiff kümmert. Vieles ist extrem kostengünstig repariert worden. (So sind z.B. Lochbänder aus dem Baumarkt als Befestigungsösen mit Spaxschrauben ans Heck geschraubt worden, morsches Holz der Schlingerleiste wurde durch das Aufschrauben eines Bleches ersetzt und an jeder Ecke finden sich Massen an Silikon.

Ich habe mitlerweile alle Decksaufbauten entfernt, das Deck abgeschliffen, festgestellt daß es sich um Sperrholz handelt welches ärgerlicherweise auch noch mit verzinkten Schrauben befestigt wurde. Jetzt versuche ich einen kompletten Neuaufbau durch das Aufbringen von 2 Glasfasermatten zu verzögern (kann man sich sicherlich darüber streiten, aber wenn erst das Deck ab ist, dann sind noch die Unterkonstruktion und beide Schergänge in Angriff zu nehmen,…. das wird mir für den Anfang zu viel und meine Kinder wollen diesen Sommer noch segeln).

Der Schwertkasten, Wellenbrecher und Süllbord sowie der Großbaum sehen aus als ob sie schon einmal ersetzt wurden, die originale Baumgabel ist aber erhalten. Fockschienen sind von H&S und sehen auch nicht original aus (es sind auch unterschiedliche Bohrungen im Deck vorhanden die daraufhindeuten daß da mal etwas anderes montiert war).

Die Bodenbretter sind halbherzig aus Sperrholz zugesägt. Der Ruderbeschlag ist schlicht gehalten, eine Führung für das Fall, wie bei den VEB Piraten, ist nicht vorhanden. Die Pinne ist für den Ruderkopf viel zu dünn (also auch nicht original), die Segel stammten von einer FAM und einer VB Jolle.

Interessant finde ich die beiden Lenzventile aus Messing, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe, die während der Fahrt aber eher Wasser ins Boot befördern, und den Bugbeschlag der wie ein Schutz den ganzen Bug bis unterhalb der Wasserlinie umfaßt.
Am Schwertkasten ist an der Vorderseite Steuerbord ein V eingeschnitzt (vermutlich weil es vorne ist). Die Planken und z.T. auch die Spanten sind, soweit erkennbar, genietet. Die Göhl am Bug geht nach den 3 Punkten in eine Nut über, die am Heck durch diese Raute beendet wird.

Mehr Details sind mir bisher nicht aufgefallen. Ich habe mal die im Forum beschriebene Variante ausprobiert den Schwertkasten mit Epoxidharz abzudichten. Ob das ganze erfolgreich war wird sich hoffentlich dieses Saison noch zeigen.

Nochmal herzlichen Dank für die Mühe,
besten Gruß, Björn

 

Teer soweit das Auge reicht innenbords.

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Hat jemand Tipps oder Hinweise für Björn? Bitte unten in den Kommentaren.

Shopping – ein neues Segel

Lukas hat sich ein neues Großsegel geleistet (ein Dacron-Segeltuch von Polyant Dimension). Da bin ich ganz neidisch drauf, denn wann kauft man sich schon mal neue Segel? Das ist meistens ein größerer Invest.

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Lukas hat das Segel aber hier zu einem erstaunlich guten Preis bekommen – ca. 340 EUR (inkl. Segelnummer, ein Fenster, Segellatten und Segelsack). Ein sehr attraktiver Preis.

Natürlich konnte Lukas vor Freude es nicht abwarten das Segel gleich zu testen. Da war auch regnerisches Wetter irgendwie egal 😉

Bilder-Piratenausflug-neues-Segel-009 Bilder-Piratenausflug-neues-Segel-018

Hier habe ich mal einen Tipp zum Lagern von Segeln geschrieben mit KD-Rohren.

Kochbesteck für das Wandersegeln

Zugegeben, ja es war ein Spontankauf beim blau/gelben Möbelhaus. Für das Wandersegeln habe ich gerne etwas Ausrüstung für die Campingküche mit dabei. Dieses Besteck hat es mir angetan. Hoffentlich geht das im Rasen liegend nicht verloren, bei dieser grünen Tarnfarbe 🙂

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Bei der nächsten Wandersegeltour auf der Schlei im August werde ich es ausprobieren.