Links zu anderen Holzpiraten im Web

Ab heute gibt es hier eine neue Seite, welche Links zu anderen Holzpiraten Seiten im Web aufführt. Da ich seit Mai 2001 mit einer Holzpiratenseite vertreten bin (zuerst die eigene Restaurierung, später die Holzpiraten Festival Seite), kenne ich die anderen Holzpirat Internetpräsenzen schon recht lange und gut. Eine schöne Seite (jollenseite.de) gibt es leider nicht mehr, dafür sind aber in den letzten 3 Jahre neue Seite entstanden, die aber leider bislang recht klein ausfallen und selten aktualisiert werden. Vielleicht erfährt man ja bald von anderen Holzpiraten mehr.

Hier also die neue Unterseite mit Links zu anderen Holzpiraten Internetseiten.

Werftplakette und Bootswerften

Ich glaube es gibt nichts schöneres als eine alte Werftplakette, um Gewissheit über Alter und/oder Herkunft seines Holzpiraten zu gewinnen. Am bekanntesten sind die beiden großen Werften VEB Yachtwerft Berlin aus der DDR und Abeking & Rasmussen, Lemwerder bei Bremen. Aber es gibt noch andere sehr bekannte Werften (siehe weiter unten).

Bilder sagen mehr als Worte:

VEB Werftplakette

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Schwertkasten abdichten

Wie man auf meiner Restaurierungsseite (Die Segeljolle / Restaurierung G451) sehen kann hat mein Pirat, eher untypisch, einen Schwertkasten aus Sperrholz. Jemand vor mir hat also schon einmal die große Operation „Neubau“ durchgeführt. Dieser Schwertkasten war jedoch nicht mehr dicht mit dem Kielschwein verbunden, zudem hatte es an der Innenseite “zu blühen” begonnen. Die innerste Holzschicht vom Sperrholz, die im Wasser eingetaucht war, löste sich großflächig ab. Mein Vorgehen des Abdichtens läßt sich teilweise auch auf einen Schwertkasten in Vollholzbauweise übertragen, vielleicht ist dies eine Hilfe für andere Restaurierer. Technische Details zum Schwertkasten (Bauplan) finden Sie auf meiner Seite „Detailfotos„.

Ein selbst gebauter Riesenspachtel (drittes Bild) erfüllte mir wertvolle Dienste. Hierzu befestigte ich den Holzgriff eines Rackels am großen Blech. Das Entfernen der kompletten Holzschicht war notwendig, damit ich innen alles mit Epoxi ausstreichen konnte. Hierzu musste eine Farbrolle aus Schaumstoff mittels Teppichmesser im Durchmesser kleiner geschnitten werden, um überhaupt im Kasten rollen zu können. Leider zersetzte das Epoxi den Schaumstoff nach und nach, daher muss schnell gearbeitet werden und ausreichend Epoxi angerührt werden.

 

Zwischen dem Kielschwein und dem Schwertkasten klafften bei mir bis zu 3-4mm. Um dieses Spaltmaß abzudichten entschied ich mich diesen Bereich komplett mit Epoxi „auszuschwemmen“. Wegen der Krümmung des Kielschweins ist der sich bildende Sockel in der Mitte deutlich höher als an den Enden des Schwertkastens (wie auf den Fotos zu sehen).

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Alte DDR-Beschläge

2007 hat mir ein Teilnehmer ein paar Beschläge mitgebracht als Muster für „typische Beschläge aus der DDR“. Ob dieses Beispiele wirklich oft vorkamen, kann ich nicht beurteilen, ich würde aber gerne hier weitere Muster zeigen wollen. Ebenso wird es im Westen ebenso ähnliche Beschläge gegeben haben.




Mein Dank geht an Gerd-Christian Siegner (Lynkeus G1727) der seinerzeit mit viel Begeisterung zweimal aus Bayern den langen Weg zum Holzpiraten Festival fand und nun aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr segeln kann. Ebenso hat er uns ein schönes altes Bauwollsegel zur Verfügung gestellt, welches wir auf der boot Messe in Düsseldorf verwendeten (siehe auf dieser Seite ganz unten).

Wer zu alten Segelbeschlägen der Holzpiraten weitere Bilder und/oder Hintergrundwissen zur Veröffentlichung hier beisteuern kann, bitte ich sich bei mir zu melden via

Email an:

 

Segel schonend aufbewahren

Die Restaurierung meines Holzpiraten G 451 Störtekeber (siehe auch hier) wurde gekrönt mit einem neuen Satz Segel. Durch Knicke altern Segel mit der Zeit leider unvermeidlich, sie werden weich, verlieren ihre Form. Dieser Umstand ist beim Segeln eigentlich nicht zu vermeiden, die Segel unterliegen dem Verschleiß. Nach dem Anlegen im Hafen tucht man z.B. das Groß am Baum gemeinhim auf für die Nacht. Die Fock wird oft in einen eigenen Segelsack eingepackt. Knicke entstehen hierbei schnell und sorgen so mit der Zeit für „alte Segel“.

Um diesen Prozess zumindest zu verlangsamer und länger Freude an meinem neuen Satz Segeln zu haben, entschied ich mich für eine Lagerung im eingerollten Zustand. Hierzu erstand ich im Bauhandel ein 5m langes „KD-Rohr“ wie es für Abwässer verwendet wird. Hieraus sägte ich für Fock und Groß jeweils ein Stück, entgratete die Ränder und konstruierte eine leichte Aufnahme mittels Gummistropp. Das Segel wird so einfach nur eingehängt (bzw. eingespannt) und aufgerollt.

Des Weiteren ließ ich mir eine auf die Länge des Unterlieks des Groß abgestimmten langen schmalen Segelsack nähen in dem das KD-Rohr reinpasst und auch das kürzere KD-Rohr mit der Fock aufnimmt. Das Ganze hängt bei mir trocken unter der Decke im Keller.

Einen Nachteil will ich jedoch nicht verschweigen. Während beim Bootstransport zum Segelrevier das lange KD-Rohr des Großsegels unproblematisch ist (liegt im Boot), ist eine sichere Aufbewahrung im Auto z.B. bei einem mehrtägigen Segeltörn wegen der Länge nicht in jedem Auto möglich. Das sollte man vorher prüfen, ansonsten kann man nur hoffen das sich niemand für die seltsamen Plastikrohre mit Gummistropps an den Enden „interessiert“.

Diesen und andere Tipps & Tricks finden Sie auf der Unterseite: Die Segeljolle / Tipps  & Tricks.