Pimp my Traveller

Thomas Kuschwitz hat sich bei mir gemeldet (ja, der mit dem Stabdeck auf seinem Holzpiraten). Er hat seinen Traveler modifiziert. Vielen Dank für die Zusendung, Thomas!

Ich habe es wirklich getan, und die teure Bronze Curryklemme zersägt!

Das waren meine Gedanken beim letzten Akt der Optimierung meines Traveller.

Aber mal auf Anfang.
Bei meiner „Queenie“ ist im Jahr 1952 ein Traveller verbaut worden, und irgendwie dachte ich immer, der muss doch mehr können als immer nur bei jeder Wende hin und her zu rutschen.

Also wollte ich den Traveller zum Segeltrimm nutzen. Es sollte auf dem alten Stück aber nicht eine nach High Tech aussehende Lösung sein. Also mussten Umlenkrollen aus Bronze, ein Messingring und eine Bronze Klemme her.

Beim ersten Versuch merkte ich dann schnell, dass es für mich als Einhandsegler von Vorteil ist, wenn ich die Traveler Talje von der Hohen Kante aus bedienen kann und nicht immer nach unten zum Wasser hin krabbeln muss. Somit war dann auch noch schnell ein Umlenkblock mit im Spiel.

Abbildung 1 – Umlenkblöcke am Ring für den zentralen Holepunkt am Traveller

Aber was ist das nun mit der Curryklemme?

Na ja, die schön anzusehende Tüllenklemme die Enden der Talje immer so kaputt gemacht, das diese am Ende nicht mehr richtig klemmten.

Abbildung 2 – Tüllenklemme mit aufgedröseltem Taljen Ende

Also dacht ich mir ich kauf einen schöne Curryklemme zersäge diese und bau die so auf einem Sockel, dass die Traveler Talje zwischen der Curryklemme und dem Traveller Baum geklemmt werden kann.

Abbildung 3 – Curryklemme aus Bronze von Toplicht
Abbildung 4 – Bronze Curryklemme zersägt
Abbildung 5 – Messingkonsole für die halbe Curryklemme
Abbildung 6 – Curryklemme mit Epoxidharz auf die Konsole geklebt
Abbildung 7 – Klemmversuch

Klemmversuch mit einem Ende das aus alten PET Flaschen hergestellt wurde, gibt es bei Toplicht.

Ja, der Durchmesser ist etwas mehr als bei den High Tech Traveller der Rennziegen, aber ich hab gern was in der Hand. Als Einhandsegler ist das die Großschot, die Fockshot und nun die Traveller Talje, da ist es mir wichtig dass die Durchmesser so aufeinander abgestimmt sind, dass man die blind gut greifen kann.

Abbildung 8 – Rechte und linke Konsole
Abbildung 9 – Konsole am Traveller Baum
Abbildung 10 – Test der maximal geholten Talje
Abbildung 11 – Test der maximal gefierten Talje
Abbildung 12 – Der zentrale Holepunkt

In diesem Bild sieht man, dass ich am Originalzustand von 1952 nichts ändern musste. Diese Konstellation fahre ich schon seit über fünf Jahren so. Das System hat sich also bewährt.

Abbildung 13 – Schutz (Am Travellerbaum) vor dem Schamfilen der Umlenkblöcke
Abbildung 14 – Schutz (an den Blöcken) vor dem Schamfilen der Umlenkblöcke

Letzte Saison konnte ich dieses Setup dann auf dem See ausprobieren und ich kann sagen das sieht nicht nur gut aus, die halben Curryklemmen halten nun die Traveller Talje mit Sicherheit fest 😊

Bugbeschlag aus Bronze

Bronze-Budbeschlag-Dauelsberg-CIMG68936

Diesen schönen Bugbeschlag mit Stevengriff gibt es bei Dauelsberg zu erwerben (ich berichtete schon 2012 hier darüber). Er ist nicht originalgetreu wie man dem Bauplan Nr.4 (PDF) entnehmen kann, aber um eine Jolle am Steg sicher zu halten ist das sicherlich eine schöne Sache, zumal am Bug keine Klampen sind.

Stabdeck – ein seltener Anblick

Ein Stabdeck auf einem Holzpiraten ist schon eine absolute Ausnahme. Thomas Kruschwitz hat sich vor vielen Jahren eins gebaut und mir mal Bilder von seiner Jolle geschickt. Er hat auch zahlreiche schöne Bronzebeschläge an Bord, die den ein oder anderen sicherlich auch interessieren.

Schicker Anblick:
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0442

Hier seine Geschichte zum Stabdeck:

Das Stabdeck… na ja das ist so eine Geschichte…

Das alte Plattendeck hatte Risse die hat einer der Voreigner versucht mit Harz abzudichten.

Ging natürlich nicht und so sind die Risse immer grösser geworden.

Ich hab dann auf das alte Deck eine Glasmatte rüber gezogen, bis unter die Scheuerleiste (ist jetzt super steif dadurch)  und auf die Glasmatte das Stabdeck verlegt. Die „Königsplanke“ mit der Fischung und die Leibhölzer sind aus Eiche die Planken aus 5X30mm Kiefer.  Damit evtl. eindringende Feuchtigkeit auch wieder raus kann hab ich die Glasmatte etwas perforiert und die Unterseite vom alten Plattendeck unlackiert und geölt gelassen. Klingt alles raffiniert, ob es wirklich hilft weiß ich nicht, bisher hat das Deck seit 18 Jahren keine Probleme gemacht.

Weitere Bilder mit zahlreichen Bronzebeschlägen:

Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0427 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0438
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0561
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0428 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0429  Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0431 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0437

Schöner Augbolzen in Bronze

Beschläge aus Bronze sind schön anzusehen. Hier ist mir ein Augbolzen aus Bronze am Heck eines Holzpiraten aufgefallen. Meistens sieht man nur Edelstahl für die Heckleine.

Bronze-Augbolzen-Heck-CIMG62328-thumb Bronze-Augbolzen-Heck-CIMG62328-1280px

[update 21.03.2015]

Ich habe neulich bei Toplicht schöne Augbolzen gesehen in Bronze (Nr.1684) und Messing (Nr.1640), …

Augbolzen-Bronze-5547

… und zum Vergleich noch einmal in V4A (Nr.1682 – so einen haben viele) Augbolzen-Niro-5645