HPF000 – Die Nullnummer

Hallo liebe Besucher von holzpirat.org,

ich höre persönlich gerne Podcasts und habe mir gedacht ich fange nun auch mal damit an 🙂 So regelmäßig wie die normalen Artikel oder Beiträge wird es leider nicht werden, aber ab und an wird es ein paar Folgen geben.

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Jollenwandern – wasserdichte Gepäcksäcke

Gepäcksäcke-CIMG41738

Beim Wandersegeln im Holzpirat ist man dem Wetter voll ausgeliefert. Meine Habselligkeiten bringe ich daher in wasserdichten Säcken unter, auch wegen der Kentergefahr. Anfangs fing ich mit großen Säcken an, doch davon rate ich ab. Es ist mühsam die Säcke zu durchsuchen, die oberen Sachen müssen immer erst raus bevor man an die unteren Dinge gelangt. Für den Holzpiraten hat es sich bei mir bewährt lieber mehrere kleine Säcke zu verwenden, die man zudem unter Deck besser verstauen kann.

Ich organisiere mit Klebeschildern meine Säcke wie folgt:

  • „Unterbekleidung“ – Socken, Unterwäsche, T-Shirts
  • „Oberbekleidung“ – Hosen, Pullover, Fleece
  • „Segelklamotten“ – Segelhose, Segeljacke, Sicherheitsweste, Segelhandschuhe, Schuhe
  • „Camping“ – Schlafsack, Isomatte, Ausrüstung, usw.
  • „Duschsachen“ – Handtuch, Kulturbeutel, Shampo & Co.
  • „Küche“ – Kocher, Teller, Schneidebrett, Besteckbox, Abwaschutensilien, usw.
  • „KrimsKrams“ – Kamera, Segelmesser, Portmonaie, usw. (kleinster Sack)

Gut gefallen mir auch Säcke mit einem durchsichtigen Streifen als Sichtfenster.

Hier eine Übersicht verschiedener Größen bis 109 Liter Größe. Ich bevorzuge die Versionen bis max. 22 Liter.

Gepäcksäcke-Auswahl

Welche Tipps habt ihr für das Gepäck in der Segeljolle?

Stabdeck – ein seltener Anblick

Ein Stabdeck auf einem Holzpiraten ist schon eine absolute Ausnahme. Thomas Kruschwitz hat sich vor vielen Jahren eins gebaut und mir mal Bilder von seiner Jolle geschickt. Er hat auch zahlreiche schöne Bronzebeschläge an Bord, die den ein oder anderen sicherlich auch interessieren.

Schicker Anblick:
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0442

Hier seine Geschichte zum Stabdeck:

Das Stabdeck… na ja das ist so eine Geschichte…

Das alte Plattendeck hatte Risse die hat einer der Voreigner versucht mit Harz abzudichten.

Ging natürlich nicht und so sind die Risse immer grösser geworden.

Ich hab dann auf das alte Deck eine Glasmatte rüber gezogen, bis unter die Scheuerleiste (ist jetzt super steif dadurch)  und auf die Glasmatte das Stabdeck verlegt. Die „Königsplanke“ mit der Fischung und die Leibhölzer sind aus Eiche die Planken aus 5X30mm Kiefer.  Damit evtl. eindringende Feuchtigkeit auch wieder raus kann hab ich die Glasmatte etwas perforiert und die Unterseite vom alten Plattendeck unlackiert und geölt gelassen. Klingt alles raffiniert, ob es wirklich hilft weiß ich nicht, bisher hat das Deck seit 18 Jahren keine Probleme gemacht.

Weitere Bilder mit zahlreichen Bronzebeschlägen:

Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0427 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0438
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0561
Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0428 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0429  Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0431 Stabdeck-Kruschwitz-Holzpirat-IMG_0437

Holzpirat Modell von Lothar Ahrens

Vor über einem Jahr schon hat sich Lothar Ahrens bei mir gemeldet. Er hatte mit dem Bau eines Modells eines Holzpiraten begonnen. Nun ist es fertig und sogar ein Video haben wir. Er hat sein Modell bei Kuhlmann gekauft. Dies ist das erste Modell der Firma Kuhlmann (hier vorstellt), welches ich nun fertig und sogar segeln sehe. Sehr schön!

Hier klicken, um das Videos von Vimeo anzuzeigen.

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(größere Ansicht direkt auf Vimeo)

Lothar Ahrens erlernte vor etwa 50 Jahren in Arendsee auf einem Holzpiraten das Segeln.
Nach dem Bau von verschiedenen Segelbooten (M+E-Boot, 2+3-Master, als letztes das SSS „WILHELM PIECK“ heute „GREIF“) sollte es ein Pirat werden. Da kam der Bausatz von Kuhlmann gerade recht (1m Länge = Maßstab 1:5). Sein Bausatz war einer der Ersten und darum gab es noch keine Bauanleitung, es ist dennoch ein Segelboot geworden.

Der Bauablauf geht aus den Bildern unten hervor. Schwierigkeiten gab es beim Bug und beim Deck. Ob es an Lothar lag oder am gelieferten Material, egal Herr Kuhlmann half sofort mit entsprechenden Mahagonibrettchen aus.

Zum Segeln reicht das normale Schwert nicht aus – kein Gegengewicht einer Crew. Es wurde verlängert und mit 800 Gramm Blei beschwert. Ohne den Bausatz hätte der Bau erheblich länger gedauert, so Lothar nach eigener Aussage.

Mein Dank geht an Lothar für die vielen Bilder und das Videorohmaterial. Viel Spaß beim Segeln im Kleinen 🙂

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