Weiße Fender – schön, aber …

Zu einem Holzrumpf einer Segeljolle sehen weiße Fender zweifellos sehr schick aus. Leider ist die eigentliche Aufgabe schnell übersehen: den Rumpf vor Schäden zu bewahren und auf Abstand zu halten von anderen Booten oder dem Land. Letzteres ist im Regelfall nicht gerade sauber und so sehen dann die neuen Fender auch ganz schnell aus:

Dieses Fotos zeigt sehr deutlich „das Problem“. Es empfehlen sich daher eher dunkelfarbige Fender… 🙂

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Nur noch 4 Wochen – dann segeln wir gemeinsam …

Hallo zusammen,

nur noch 4 Wochen sind es zum diesjährigen Holzpiratenfestival! Mir liegen zahlreiche Anmeldungen oder Zusagen vor, darunter mein erster Teilnehmer aus Berlin und der erste Holzpirat aus Tschechien. Mal wieder mit vielen netten Seglern zusammen zu kommen, über das Hobby Holzjolle sich auszutauschen, gemeinsam zu segeln und zu feiern wird wieder ein wunderbares Erlebnis werden.

Ich freue mich sehr und wünsche allen Teilnehmern und Interessenten eine gute und sichere Anreise. Wir sehen uns dann hier.

Malte

Holzpirat als RC-Modell

Neulich bekam ich einen Anruf eines professionellen Modellbauers, der den Holzpiraten zukünftig anbieten möchte. Die Baupläne der Piraten Jolle, die ich hier zur Verfügung stelle, werden ihm eine sehr gute Grundlage für sein Vorhaben sein.

Dann fiel mir ein, dass zum Holzpiratenfestival 2007 ein Teilnehmer neben seinen Piraten auch mit einer Miniaturausgabe seines Holzpiraten, ein RC-Modell (ein Eigenbau) gekommen war:

Bei der Ausstellung aller Holzpiraten auf der Wiese der Jugendherberge Mardorf war das Segelmodell leicht zu übersehen gewesen zwischen all den großen Segeljollen.

Sehen Sie weitere Detailansichten unten, wie toll dieses Modell gebaut wurde. Ich würde mich freuen, wenn es bald ein solches Segelmodell zu kaufen gäbe. Sollte das wahr werden, werde ich hier weiter berichten.

Segel schonend aufbewahren

Die Restaurierung meines Holzpiraten G 451 Störtekeber (siehe auch hier) wurde gekrönt mit einem neuen Satz Segel. Durch Knicke altern Segel mit der Zeit leider unvermeidlich, sie werden weich, verlieren ihre Form. Dieser Umstand ist beim Segeln eigentlich nicht zu vermeiden, die Segel unterliegen dem Verschleiß. Nach dem Anlegen im Hafen tucht man z.B. das Groß am Baum gemeinhim auf für die Nacht. Die Fock wird oft in einen eigenen Segelsack eingepackt. Knicke entstehen hierbei schnell und sorgen so mit der Zeit für „alte Segel“.

Um diesen Prozess zumindest zu verlangsamer und länger Freude an meinem neuen Satz Segeln zu haben, entschied ich mich für eine Lagerung im eingerollten Zustand. Hierzu erstand ich im Bauhandel ein 5m langes „KD-Rohr“ wie es für Abwässer verwendet wird. Hieraus sägte ich für Fock und Groß jeweils ein Stück, entgratete die Ränder und konstruierte eine leichte Aufnahme mittels Gummistropp. Das Segel wird so einfach nur eingehängt (bzw. eingespannt) und aufgerollt.

Des Weiteren ließ ich mir eine auf die Länge des Unterlieks des Groß abgestimmten langen schmalen Segelsack nähen in dem das KD-Rohr reinpasst und auch das kürzere KD-Rohr mit der Fock aufnimmt. Das Ganze hängt bei mir trocken unter der Decke im Keller.

Einen Nachteil will ich jedoch nicht verschweigen. Während beim Bootstransport zum Segelrevier das lange KD-Rohr des Großsegels unproblematisch ist (liegt im Boot), ist eine sichere Aufbewahrung im Auto z.B. bei einem mehrtägigen Segeltörn wegen der Länge nicht in jedem Auto möglich. Das sollte man vorher prüfen, ansonsten kann man nur hoffen das sich niemand für die seltsamen Plastikrohre mit Gummistropps an den Enden „interessiert“.

Diesen und andere Tipps & Tricks finden Sie auf der Unterseite: Die Segeljolle / Tipps  & Tricks.

Vorstagspanner – kein schlagendes Vorstag mehr beim Segeln

Wenn das Focksegel mit seinem integrierten Niroseil (Stahlseil) gesetzt ist, ist es meist so gut durchgesetzt, so dass es die Funktion des Vorstages übernimmt. Die höhere Spannung führt zu einem lose hin und her baumelnden Vorstag beim Segeln.

Da mich das sowohl optisch störte als auch das Schlagen gegen die Fock missfiel, baute ich mir einen „automatischen Strammhalter“. Mein Vorstag ist insgesamt verkürzt und die letzten 20 cm werden überbrückt mit einem Tampen aus Dyneema und einem Gummistropp. Jener ist so von der Länge bemessen, dass er auf Zug ist, wenn der Dyneematampen die Last trägt (Stand wenn die Segel nicht gesetzt sind). Beim Setzen des Vorsegels übernimmt das integrierte Niroseil die Funktion des Vorstages. Hierbei reduziert sich die Vorstagslänge was gemeinhin zum baumelnden Vorstag während des Segelns führt. Der Gummistropp bringt nun das nicht genutzte Vorstag wieder auf Zug und das Hin- und Herschlagen gegen das Segel hat ein Ende.

Damit mich der Anblick dieser Konstruktion (der entlastete Dynematampen) beim Segeln nicht optisch stört, habe ich das Ganze oben am Mastbeschlag angeordnet und nicht unten am Bugbeschlag. Hübscher Nebeneffekt: bei Fotos über den Bug nach vorne steht das Vorstag wie eine Eins 🙂

Vorstagspannerposition: Segel nicht gesetzt, Vorstag hält Mast

Vorstagspannerposition: Segel gesetzt, Vorliek hält Mast

Dieser Tipp ist mit weiteren anderen auf der Seite „Tipps & Tricks“ zu finden.