Details werden folgen
Für die Wandersegler unter Euch: der Dauda, Mike hat im Forum schon angefangen zu organisieren.
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Als Eigner eines Segeloldtimers kann ich mich auch für schnelles, modernes Segeln begeistern. Zuletzt war die Vendée Globe im Winter 2020 ein Riesenhighlight. Es war großartig mit meinem Jüngsten die Regatta täglich verfolgen zu können, die Wetterlage zu analysieren und die YT Videos von Boris Herrmann zu sehen. So haben wir fast täglich das Rennen mitverfolgt, manchmal mitgelitten, aber meist vor Aufregung mitgefiebert.


Wir waren also begeistert als er auch noch in Schlagreichweite des dritten Platzes vorsegelte am Ende in der Biskaya. Spannung pur!
Das Ende kennt ihr vermutlich alle. Jedenfalls waren wir Feuer und Flamme von dieser Regatta und Boris selbst und so war es toll zu hören, dass er die nächste Kampagne anpeilt und schon sehr früh eine neue Yacht zu Wasser ließ. Mit langer Trainingszeit und Vorbereitung dürfte er gute Chancen haben. Die Route du Rhum 2022 als erste Trainingsprobe hat er gerade hinter sich gebracht und nun kann man eine schöne Drohnenaufnahme sehen wie sein neues Schiff über den Atlantik zurücksegelt. Der Sound der Foils muss laut sein an Bord. Tolle Aufnahmen.
Welch Glück für mich, gab es im September die Möglichkeit dieses neue Boot in Hamburg mal live zu bestaunen und kennenzulernen. Boris war zu Gast in der Hafencity am Sandtorkai unweit der Elbphilharmonie. Wir zwei Fans nahmen uns also die Zeit unter der Woche kurz nach der Arbeit mal dort vorbei zu schauen.

Auf den ersten Blick wirkte es so klein im Hafen, aber als wir direkt davor standen wurde uns die Größe erst richtig bewusst und die Neuigkeiten im Vergleich zum vorherigen Boot. Das Boot ist hinten nicht mehr offen sondern hat ein geschlossenes Cockpit. Kuriosität am Rande: man kann das Ding sogar mit einer riesigen Pinne (V-förmig auf dem Kajütdach) von Hand steuern!








Das war ein tolles Erlebnis und eine schöne Erinnerung, wenn wir hoffentlich beide seine Teilnahme in drei Jahren wieder live verfolgen werden können.

Wen das alles vielleicht auch interessiert: hier ist seine Homepage und hier geht es zum Youtube Kanal Team Malizia, beides wird schon jetzt reichlich aktualisiert.
Benjamin F. war mit auf dem 2022er Holzpiratenfestival und war so freundlich seine tolle lange Segeltour auf der Ostsee, die er vorher unternahm, mit uns zu teilen hier. Vielen Dank, Benjamin, und viel Spaß beim Lesen!
Letzten Sommer ging es 5 ½ Wochen über die mecklenburgische Seenplatte und später über Elde und Elbe nach Hamburg. Dieses Jahr kamen mir Binnenseen ein wenig klein vor, die Nordsee ist vielleicht doch ein bisschen extrem, also blieb die Ostsee übrig…
Am 09.07. ging es mit dem angehängten Piraten zum Sportboothafen Fleckeby an der Schlei. Der Plan war eigentlich recht simpel: Erstmal ganz entspannt reinslippen, dann wie letztes Jahr zwei, drei Stunden pumpen, bis das Boot dicht ist, und danach noch am gleichen Abend rübersegeln zur Marina Hülsen, wo meine Eltern zusammen mit meinem Bruder in der gleichen Woche ein Ferienhaus gemietet haben. Eigentlich konnte da nix schiefgehen.
[Karte als eigene Seite zu besseren Zoomen]
Nur dass Akula nicht so schnell quoll. Vielleicht hätte ich im Winter die Region um den Schwertkasten nicht so enthusiastisch ölen sollen. Also Planänderung: Boot im Hafen sinken lassen und warten. Was ich nicht auf dem Zettel hatte, war, dass der gesamte Hafen ein quellendes Vollholzboot knapp unterhalb der Wasserlinie für einen Unfall hielt, und dann den Hafenmeister (und der wiederum uns) am Sonntagmorgen hochklingelte, um das „Unglück“ zu beheben! Die Hilfe dabei war großartig, zwei Tauchpumpen wurden herangeschafft und der Tipp, den Schwertkasten doch irgendwie kurz mal über die Wasseroberfläche zu hieven, wenn man nicht nur die Schlei umwälzen möchte, war Gold wert…

Spannend? Wenn ja, hier geht die Geschichte weiter –>
Als ich im Sommer am Ostsee Strand spazieren war, entdeckte ich diesen GFK-Piraten mit einem ungewöhnlichen Hängerzusatz. Ich kann mir gut vorstellen wie man im flachen Wasser der Brandung die Pirat Segeljolle so auf den Bootsanhänger hochgezogen bekommt. Schöne Konstruktion für das Segeln am Meer.


Meistens wird der Pirat ja auf Querauflagen gelagert, aber hier bieten sich Rollen geradezu an. So ähnlich haben wir das mit Karstens Hänger schon mal gefilmt vor ein paar Jahren an der Müritz.
Neulich fragte jemand vom HSC (Hamburger Segel Club) für die Hamburg Summer Classic Regatta mich an wie die Yardstick Zahl (wikipedia) für den Piraten sei. Dies ist eine schöne Regatta bei der ich 2014 mit Moritz zusammen teilgenommen hatte. Der HSC braucht sie für seinen Känguruh-Start, d.h. die Boote mit dem höchsten Yardstick starten zuerst. In Folgen können alle theoretisch zum gleichen Zeitpunkt durch das Ziel gehen. Ein gutes Verfahren, da dort sehr viele unterschiedliche Holzjollen und -yachten teilnehmen.

Hhm, aber die Yardstickzahl? Da waren Unterschiede zwischen Alumast und Holzmast, aber wie hoch? Beim Holzpiratenfestival spielt diese Yardstick Zahl keine Rolle denn wir machen keinen Unterschied, der Einfachheit halber. Ferner verzichten wir auf Spinnaker, da nicht alle Boote einen haben.
Also die Suchmaschine angeworfen und raus kam dieser Link:
https://www.dsv.org/app/uploads/yardstickzahlen-aktuell-web.pdf
Auf Seite 27 findet man in der 2022er Ausgabe drei Varianten:
110 für Pirat GFK (=GFK Rumpf + Alu Mast & Baum)
112 für Pirat Holz mit Alu Rigg (=Holz Rumpf + Alu Mast & Baum)
116 für Pirat Touren Holz 116 (=Holz Rumpf + Holz Mast & Baum)
Interessant wäre ggf. eine historische Entwicklung dieser Werte, aber wer hat so etwas schon?
So, nun ist das auch auf dieser Website mal vermerkt. Diese Information hat tatsächlich noch gefehlt 🙂